Ein echter Schleswig-Holsteiner – Der Osterhase
Er hat in diesen Tagen Hochkonjunktur, der „Osterhase“. Sein richtiger Name lautet Feldhase. Das sympathische Langohr ist in allen Teilen Schleswig-Holsteins in Feld und Flur zu Hause und mit etwas Glück, gut zu beobachten.
Die Anzahl unserer Feldhasen (Lepus europaeus) entwickelt sich in den letzten Jahren positiv, freut sich Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V.. Dank der Zählungen, die im Frühjahr und Herbst landesweit von engagierten Jägerinnen und Jägern durchgeführt werden, kann das Wildtierkataster Schleswig-Holstein zuverlässige Aussagen über die Population des Feldhasen treffen.
Die Hasenzählung erfolgt mittels Scheinwerfertaxation. „Im Klartext heißt das, dass unsere Jägerinnen und Jäger eine Stunde nach Sonnenuntergang festgelegte Strecken in ihrem Revier abfahren und die angrenzenden Felder mit Scheinwerfern ableuchten, um eine Zählung vorzunehmen“, erläutert Projektbetreuerin Christin Nowok.
Auf einem Quadratkilometer in Schleswig-Holstein sind im Durchschnitt 18,8 Hasen zu Hause (Marsch 27,4, Geest 16,4, Hügelland 14,8). Die Besatzdichte ist in der Marsch deutliche höher als auf der Geest oder im östlichen Hügelland.
Um belastbare Zahlen zu erhalten ist es wichtig, dass Jahr für Jahr die gleichen Strecken zur Zählung abgefahren werden. Auch über weitere Freiwillige, die sich an der Hasenzählung beteiligen möchten, freut sich die Projektleiterin Nowok.
„Die Entwicklung der Bestände hängen von vielen Faktoren ab“, erklärt Wolfgang Heins. „Der Hase hat zahlreiche natürliche Feinde wie Fuchs, Greif- und Rabenvögel“. Außerdem macht der zunehmende Flächenverbrauch und steigender Straßenverkehr Meister Lampe zu schaffen. Eine kalte und nasse Witterung erschwert die Aufzucht der Junghasen und kann zu großen Verlusten führen. Umso erfreulicher sind die aktuellen Zahlen. Ostern kann kommen, der „Osterhase“ ist schon da.
Katrin Fedrowitz: Lob für Jäger und Sportschützen
Verführerische Düfte dringen aus der Lehrküche des Fachzentrums für Hauswirtschaft. Alle Kojen sind belegt, es wird geschnippelt, gebraten und gerührt. Am Werke sind die zwölf Teilnehmer des Kochkurses, der von jugendPROnatur angeboten wird. In diesem Kurs bereiten die jungen Jägerinnen und Jäger das Wildbret vom Reh, Wildschein und Damwild zu. Abseits der Ausgetretenen Pfade von klassischem Wildschweinbraten und Rehrücken, sind die Hobbyköche unterwegs zu neuen Kreationen. So brutzelt ein Gyros vom Wildschein in einer Pfanne vor sich hin, während es im Backofen nebenan mit Hack gefüllte „Wilde Blätterteigschnecken“ aufgehen. Konzentriert werden die Rezepte abgearbeitet, alle geben ihr Bestes, keiner will sich die Blöße geben und etwas anbrennen lassen. Nach knapp zwei Stunden tischen die Teilnehmer ein köstlich aussehendes Buffet im Speiseraum auf. Hagen Billerbeek und David Lorenz stehen mit ihren Frauen davor und freuen sich über den leckeren Anblick. Sie haben das Wildbret aus ihren Jagden beigesteuert und stoßen mit einem Glas Rotwein auf ihre gelungenen Gerichte an. Auch Kochlehrerin Anja Lage ist zufrieden. „Ich bin selbst Jägerin und freu mich immer, wenn ich zeigen kann, was für leckere Variationen aus unserem heimischen und hochwertigen Wildbret gezaubert werden können“, sie schmunzelt und fügt an: „Ich bin wild auf Wild!“
Seit zwei Jahren läuft an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ein Projekt, bei dem der Fuchs im Zentrum der Untersuchungen steht. Dazu werden Rotfüchse landesweit besendert. Als im Hegelehrrevier des Landesjagdverbandes eine junge Fähe in die Falle ging, zögerte Revieroberjäger Christopher von Dollen nicht lange und informierte die Biologen der TiHo: Kurze Zeit später waren Tierärzte und Biologen vor Ort, um das Tier mit einem Sender auszustatten.
„Voraussetzung ist ein Mindestgewicht von vier Kilogramm“, erklärt Mumme während er eine Waage am Abfangkorb installiert. Es braucht etwas Geschick und viele helfenden Hände, um den Fuchs aus der abgedunkelten Falle in den Korb zu bugsieren. Von Dollen drückt quasi von hinten, vorne passen Mumme und Zein auf, dass das wendige Tier nicht doch noch ausbüxt. Doch dann geht alles ganz schnell, die Betäubung wird gesetzt und wirkt innerhalb von Minuten.
Während das Tier einschläft, geht die Arbeit der Biologen und Tierärzte los. „Die Narkose hält eigentlich 45 Minuten. In der Zeit sollten wir alles fertig bekommen“, sagt Roller, der seit knapp einem Jahr mitarbeitet. Ein kurzer Blick vom Fachmann: „Das ist eine junge Fähe, wahrscheinlich aus dem vergangenen Jahr“, ist von Dollen sicher. Doch das ist für die Tierärzte noch nicht wichtig, zuerst muss schnell und konzentriert gearbeitet werden. „Wir sind leise bei den Untersuchungen, da wir vermuten, dass die Tiere trotz der Narkose Lärm mitbekämen. Und den Stress wollen wir vermeiden.“
Nach 45 Minuten sind die Proben in kleine Röhrchen verpackt und die Gummihandschuhe werden beiseite gelegt. „Das Gegenmittel wird gespritzt, es dauert 15 bis 20 Minuten, bis das Tier wieder fit ist“, so Roller. Dabei wird die Fähe auf Handtücher gelegt, damit sie nicht zu sehr auskühlt. Langsam wird die Fähe wach, noch etwas benommen macht sie sich auf den Weg in den Wald – als neue Mitarbeiterin der TiHo.
Von Januar bis März ist Paarungszeit bei den Wölfen. Bis zu 80 Kilometer legen die Tiere in einer Nacht zurück auf der Suche nach einem geeigneten Partner.
am Freitag, dem 24. Februar 2017 von 09:00 bis 17:00 Uhr im Schießsportzentrum Kasseedorf
Viele Revierinhaber sind unzufrieden mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Der Austritt aus der SVLFG ist weiterhin Ziel der Jagdverbände. Daneben wollen der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) und der Bayerische Jagdverband e. V. (BJV) auch innerhalb der Berufsgenossenschaft einige Punkte zum Wohl der Jäger verändern. Gelegenheit dazu bietet die Wahl der Vertreterversammlung der SVLFG, kurz Sozialwahl. DJV und BJV beteiligen sich mit einer eigenen Liste an der Sozialwahl 2017. Die Revierinhaber werden jetzt von der SVLFG angeschrieben, um die Wahlen vorzubereiten. Die Rückmeldung an die SVLFG ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl und daher enorm wichtig!
Ein großes Lagerfeuer flackert vor sich hin, drum herum viele Kinder mit Ihren Eltern, die Stockbrot braten oder ein spezielles Waffeleisen ins Feuer halten um eine leckere selbstgebackene Waffel naschen zu können.
Das Ziel zehn Schulen für das Wildkameraprojekt zu gewinnen ist fast erreicht. In den letzten Tagen sind weitere Kameras in den Revieren installiert worden. Lehrerin Andrea Frey ließ es sich nicht nehmen und begleitete Jäger Dirk Petersen und Projektleiterin Sonja Graumann ins Revier, um den Schülern von den Wildkameras berichten zu können. Sind die ersten Fotostrecken im Kasten, wird Jäger Petersen zur ersten Auswertung die Schüler in der Kieler Gelehrtenschule besuchen. Der Gegenbesuch der Schüler im Bredenbeker Revier ist fürs Frühjahr geplant.
In die Falle getappt ist dieser Rothirsch in einem Revier bei Bargteheide. Er wurde von einer Wildkamera erfasst, die im Rahmen des Wildkamera-Projekts des Landesjagdverbandes zum Einsatz kommt. In diesem Projekt erforschen unter anderem Schüler der Oberstufe des Eckhorst Gymnasiums die Wildtiere in heimischer Feld und Flur. Mittels der Fotos, die die Wildkameras in den Revieren schießen, können die Schüler erheben welche Wildtiere in Ihrer Umgebung heimisch sind und in welcher Populationsstärke sie auftreten. Ableitungen auf Lebensrhythmus, Nahrungsgrundlagen, Vermehrung und die Bedeutung im regionalen Ökosystem sind weitere Erkenntnisse die im kommenden Schulhalbjahr den Biologieunterricht prägen soll.