Schwarzwildgatter Segeberger Heide

Durch die Veränderungen der Kulturlandschaft, wie z.B. immer größer werdende Maisanbauflächen, ist die Population des Schwarzwildes in Schleswig-Holstein signifikant gestiegen. Eine tierschutzgerechte Bejagung des Schwarzwildes einerseits und die gesetzliche Verpflichtung den Jagdgebrauchshund entsprechend auf seinen Einsatz vorzubereiten andererseits, lassen keinen Zweifel an der Notwendigkeit ein Schwarzwildgatter der Jägerschaft in Schleswig-Holstein zur Verfügung zu stellen.

Für diese Ausbildung hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten AöR im Frühjahr 2011 ein Schwarzwildübungsgatter im Segeberger Forst (Kreis Segeberg) eröffnet. Das Gatter besteht aus einem 3 Hektar großem Übungsgatter und einem 2,5 Hektar großem Ruhegatter. Derzeit stehen dort zwei Keiler und drei Bachen für die tierschutzgerechte Ausbildung von Jagdgebrauchshunden zur Verfügung.

Ziel ist es, Jagdhunde auszubilden, die Schwarzwild suchen, finden, vier bis fünf Meter Abstand halten, verbellen und die Sauen in Bewegung bringen. „Wir wollen keine aggressiven Hunde auf der Jagd haben. Wenn die Hunde zu leichtsinnig sind, ist das nicht mit dem Tierschutz vereinbar. Außerdem steigen für den Hundeführer möglicherweise die Tierarztkosten oder der Hund kommt womöglich zu Tode, wenn die Hunde zu leichtsinnig sind“, so Gattermeister Uwe Kemmerich.

Nach dem System der Stufenausbildung und den Ausbildungsleitlinien der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter (http://www.ljv-brandenburg.de/documents/leitlinien_08_2011.pdf) werden hier die Jagdhunde unter kontrollierten Bedingungen an das wehrhafte Schwarzwild herangebracht und ausgebildet.

img 1404Die Hunde gehen einzeln ins Gatter. Begleitet werden sie vom Hundeführer/in und einem Gattermeister. Maximal eine Viertelstunde wird gearbeitet, das heißt der Hund muss die Sauen in dem drei Hektar großen eingezäunten Arbeitsgatter suchen, finden, verbellen, in Bewegung bringen und mindestens drei Minuten dranbleiben. Wenn er von den Sauen ablässt und von seinem Hundeführer wiederholt geschickt werden kann, wird das als gute Arbeit akzeptiert. Bis zu sechs Hunde können an einem Übungstag nacheinander arbeiten.

Über die Wintermonate ist Pause im Gatter. Anfang März nimmt Gattermeister Uwe Kemmerich mit seinem Team die Arbeit mit den Jagdhunden wieder auf. Ab Anfang Januar werden Termine vergeben. Aufgrund der großen Nachfrage wird eine Warteliste geführt.

Pro Jahr werden ca. 70 Übungstage angeboten, die von etwa 450 Hunde und ihren Führern wahrgenommen werden.

Neben der Einarbeitung der Jagdhunde werden auch regelmäßig Bauchbarkeitsprüfung Schleswig-Holstein (BP 3) mit Verhalten am Schwarzwild sowie Gehorsamsfächern durchgeführt.

Interessenten zwecks Terminabsprache wenden sich an: Uwe Kemmerich

Landeshubertusmesse – zusätzliche Probe

                                hubertushornklein 

     9. L A N D E S H U B E R T U S M E S S E

         des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e. V.

am 16. November 2013

im Ratzeburger Dom.

 

Anreise und Probe der Teilnehmer/innen am 15.11.2013

Achtung unbedingt den Meldeschluss 09. August einhalten!!!

Anmeldung ( siehe Mitteilungsblatt 06/2013)

 

Z u s ä t z l i c h e g e m e i n s a m e P r o b e

unter der Leitung von Michael Mull

am 03. Oktober 2013 von 11.00-17.00Uhr

auf dem Schießsportzentrum Kasseedorf

23701 Kasseedorf, Ochsenhals

Für die Organisation wird um eine

verbindliche Anmeldung bis zum 21. September 2013 gebeten.

 Die Seminargebühr von 10,00 Euro ist vor Ort zu entrichten.

Es entstehen zusätzlich Kosten von 10,00 Euro für die Verpflegung

Mittagessen und Kaffee/Kuchen,

 

Name/Vorname:………………………………………………………………………..

Straße:……………………………………………………………………………………..

.

PLZ:………………Wohnort:…………..…………………………………………..

Tel./Fax……………………………………………………………………………………

                     mobil:………………………………..email…………………………………………….

In bin Mitglied der Bläsergruppe………………………………………………..

KJS:……………………………………………………………………………………………..

 

Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Pommernweg 9, 24972 Steinbergkirche,

Tel. 04632/7515 Fax: 04632/876374, e-Mail:  landesblaeserobfrau1@gmx.de

Weitere Termine:

Samstag, 21. September 2013 um 14.00Uhr

Kreisbläserobleutetagung in der Gaststätte „Doppeleiche“ in Hohn

Jagdlicher Waldspaziergang

Der Hegering V lädt auch in diesem Jahr wieder zu einem „Jagdlichen Waldspaziergang“ ein. Diesmal geht es in das Revier der Kreisforst in Bröthen. Treffpunkt: Ortsausgang Bröthen in Richtung Langenlehsten Treffzeit: Sonntag, 23. Juni 2013, 11.00 Uhr Die Strecke wird etwa fünf Kilometer betragen und ist von Jung und Alt gut zu schaffen. Festes Schuhwerk und … Weiterlesen

Bundesbläserwettbewerb 2013 in Kranichstein

Bundesmeisterschaft im Jagdhornblasen in Kranichstein

 1Hohner-Harde-Kranichstein kl 

Die Bläsergruppe „Hohner Harde“ aus Schleswig-Holstein errang auf Bundesebene der 5. Platz.

Zwei Wochen nach dem Landeskürwettbewerb in Schleswig-Holstein fand am 9. Juni 2013 der Bundesentscheid im Jagdhornblasen im Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt statt.

Sechs Corps aus Schleswig-Holstein hatten sich qualifiziert, doch nur drei wollten die lange Reise und das zusätzliche Üben auf sich nehmen, um sich dem Wettbewerb zu stellen. Aber die Gruppen fahren nicht nur wegen des Blasens dorthin, sondern sie haben während des Wochenendes auch viel Spaß, was Lohn für die harte Arbeit vorher ist und den Zusammenhalt fördert. Die „Holmer Überläufer“ aus der KJS Pinneberg mussten kurzfristig absagen, weil ihr Leiter erkrankt war – schade, denn sie mischen immer „oben“ mit. So fuhren nur die Gruppe „Dänischer Wohld“ KJS Eckernförde und die „Hohner Harde“ KJS RD-West nach Kranichstein.

Auf dem Bundeswettbewerb wird in den Kategorien “A“ (nur Pless-Hörner) und „G“ (gemischte Hörner) geblasen. Insgesamt hatten sich 44 Gruppen gemeldet – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Vor 25 Jahren kamen noch 70 Gruppen! An dem Wetter kann es nicht gelegen haben, denn so gut sind die Vorhersagen noch nicht, als dass es bei der Anmeldung schon bekannt wäre. Der Wettergott scheint es aber in diesem Jahr nicht so gut mit den Bläsern zu meinen. Denn die „A“ Corps wurden auf eine harte Probe gestellt, trotz kurzer Unterbrechungen traten sie teilweise in strömendem Regen auf. Alle Achtung! Die Organisatoren hätten zumindest im Wartebereich der Bühne zum Schutz ein Zelt aufstellen können, denn   Süddeutschland hatte schon lange unter einer Schlechtwetterperiode zu leiden. Die beiden Schleswig-Holsteiner Gruppen hatten Glück, sie konnten ihre vier Signale und ein Kürstück im Trockenen vorbringen. Bei der mit Spannung erwarteten Siegerehrung strahlte die Sonne. Das Ziel die magische Grenze von 900 Punkten (Maximum 975) zu überschreiten und damit unter die Top-Ten zu kommen schaffte das Bläsercorps „Dänischer Wohld“ dieses Mal noch nicht, aber es kommt ja ein nächster Wettbewerb! Besser erging es der Bläsergruppe „Hohner Harde“. Sie fährt seit 1975 alle zwei Jahre zum Wettbewerb und war jetzt das 20. Mal dabei – ein beachtenswerter Einsatz. In dieser langen Zeit hat sie immer wieder neue Bläser aufgenommen und zur „Bundesreife“ gebracht. So auch dieses Mal. Ihr Leiter Jens Wittern konnte mit 948 Punkten den fünften Platz auf Bundesebene entgegennehmen. Der Sieger in „G“ (gemischte Hörner: Pless- und Parforcehorn) KJV Groß-Gerau aus Hessen hatte mit 957 P nur 9 Punkte mehr erreicht. Hieran sieht man, wie eng die Leistungsdichte an der Spitze ist. Zweite Plätze: KJS Krefeld 954 P; Hameln Pyrmont 954 P. Vierter: HR Harsewinkel 951 P. In der Kategorie „A“ (nur Plesshorn) siegte Hubertus Gießen 962 P; zweiter Duderstadt 955 P; dritter Hameln Pyrmont 953 P.

Alle Ergebnisse des bundeswettbewerbes 2013

Der nächste Bundeswettbewerb wird wieder in zwei Jahren ausgetragen, er soll erstmalig in einem anderen Ort als Kranichstein stattfinden, doch der steht noch nicht fest.

Jörn Neupert

Referent für Öffentlichkeistarbeit im Bläserwesen

 

2aHohnerHardeÜben

3aKranichstein2013 kl

4aKranichstein2013 kl

Hauskatzen – drohende Gefahr für die heimische Vogelwelt

Jägerschaft begrüßt Sterilisationsaktion im Kreis Nordfriesland

 

Verwilderte Hauskatzen oder sogenannte „Freigänger“ – also Katzen, die sich außerhalb der Wohnung frei bewegen können – sind eine große Gefahr für viele heimische Vogelarten und Kleinsäuger. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. begrüßt deshalb die Aktion zur Sterilisierung von Katzen im Kreis Nordfriesland.

Flintbek: „Eine einzelne freilaufende Katze erbeutet durchschnittlich 200 Kleinsäuger und Vögel pro Jahr, so das wissenschaftliche Fazit im Fachmagazin „Nature Communications““, erklärt Thomas Carstensen, Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. Bei geschätzten 75.000 verwilderten Katzen seien das 15 Millionen Tiere im Jahr, rechnet der Jäger vor. Vogelschutzorganisationen weisen zudem daraufhin, dass von den in Deutschland gehaltenen 7 Millionen Hauskatzen 6 Millionen Tiere Freigänger sind, die dann noch einmal 1,2 Milliarden Vögel und Kleinsäuger im Jahr töten. Angesichts dieser Zahlen müsse man sich fragen, was Winterfütterung und Nistkästen in Städten und Dörfern da nützten, gibt Carstensen zu bedenken.

Diesem Problem versucht der Kreis Nordfriesland gemeinsam mit den Tierärzten Herr zu werden, in dem die unkontrollierte Vermehrung der Katzen eingeschränkt werden soll. So können Katzenbesitzer beim Ordnungsamt ihrer Amts- oder Stadtverwaltung Gutscheine für eine Kastration einholen. Die Operation des kleinen Lieblings kostet dann nicht mehr wie üblich 125 Euro sondern nur noch 75 Euro. Im Jahr 2012 nutzten bereits 443 Katzenhalter diese Aktion. „Diese Art der Geburtenkontrolle wird sich nachhaltig auf die verwilderte Katzenpopulation auswirken“, begrüßt Carstensen die nordfriesische Aktion, „nicht nur die Vogelwelt wird so künftig besser geschützt, auch die finanzielle Belastung der Tierheime und Kommunen verringert sich.“

Carstensen bedauert, dass die Jägerschaft allein in Nordfriesland jährlich mehr als 1.000 Katzen, die in freier Wildbahn leben und jagen, töten muss. „Das tut keiner gern. Es muss aber sein“, erklärt der Jäger. Katzen sind erfolgreiche Jäger, die sich in der Natur stark vermehren können. Junghasen, Fasanenküken, Singvögel, Maulwürfe und Mäuse gehören zu ihrem Beutespektrum. „Die Sterilisation der Katzendamen könnte einen hervorragenden Beitrag leisten, unsere heimischen Wildtiere besser zu schützen“, betont Carstensen, „diese erfolgversprechende Maßnahme sollten auch in anderen Kreisen Schule machen.“

Hauskatzen – drohende Gefahr für die heimische Vogelwelt

Jägerschaft begrüßt Sterilisationsaktion im Kreis Nordfriesland

 

Verwilderte Hauskatzen oder sogenannte „Freigänger“ – also Katzen, die sich außerhalb der Wohnung frei bewegen können – sind eine große Gefahr für viele heimische Vogelarten und Kleinsäuger. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. begrüßt deshalb die Aktion zur Sterilisierung von Katzen im Kreis Nordfriesland.

Flintbek: „Eine einzelne freilaufende Katze erbeutet durchschnittlich 200 Kleinsäuger und Vögel pro Jahr, so das wissenschaftliche Fazit im Fachmagazin „Nature Communications““, erklärt Thomas Carstensen, Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. Bei geschätzten 75.000 verwilderten Katzen seien das 15 Millionen Tiere im Jahr, rechnet der Jäger vor. Vogelschutzorganisationen weisen zudem daraufhin, dass von den in Deutschland gehaltenen 7 Millionen Hauskatzen 6 Millionen Tiere Freigänger sind, die dann noch einmal 1,2 Milliarden Vögel und Kleinsäuger im Jahr töten. Angesichts dieser Zahlen müsse man sich fragen, was Winterfütterung und Nistkästen in Städten und Dörfern da nützten, gibt Carstensen zu bedenken.

Diesem Problem versucht der Kreis Nordfriesland gemeinsam mit den Tierärzten Herr zu werden, in dem die unkontrollierte Vermehrung der Katzen eingeschränkt werden soll. So können Katzenbesitzer beim Ordnungsamt ihrer Amts- oder Stadtverwaltung Gutscheine für eine Kastration einholen. Die Operation des kleinen Lieblings kostet dann nicht mehr wie üblich 125 Euro sondern nur noch 75 Euro. Im Jahr 2012 nutzten bereits 443 Katzenhalter diese Aktion. „Diese Art der Geburtenkontrolle wird sich nachhaltig auf die verwilderte Katzenpopulation auswirken“, begrüßt Carstensen die nordfriesische Aktion, „nicht nur die Vogelwelt wird so künftig besser geschützt, auch die finanzielle Belastung der Tierheime und Kommunen verringert sich.“

Carstensen bedauert, dass die Jägerschaft allein in Nordfriesland jährlich mehr als 1.000 Katzen, die in freier Wildbahn leben und jagen, töten muss. „Das tut keiner gern. Es muss aber sein“, erklärt der Jäger. Katzen sind erfolgreiche Jäger, die sich in der Natur stark vermehren können. Junghasen, Fasanenküken, Singvögel, Maulwürfe und Mäuse gehören zu ihrem Beutespektrum. „Die Sterilisation der Katzendamen könnte einen hervorragenden Beitrag leisten, unsere heimischen Wildtiere besser zu schützen“, betont Carstensen, „diese erfolgversprechende Maßnahme sollten auch in anderen Kreisen Schule machen.“

Jagdbare Arten haben größere Chancen zu überleben

Wildtierarten, die dem Natur- und Artenschutzrecht unterstellt werden und von der Liste der jagdbaren Arten gestrichen werden, haben nicht zwangsläufig bessere Chancen ihr Überleben zu sichern, stellt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V., fest. Bestes Beispiel dafür sei die Bekassine. 1976 wurde die charismatische Vogelart in die Obhut des Naturschutzes gelegt und aus dem Jagdrecht gestrichen. Die Naturschutzverbände feierten dies als großen Erfolg. Heute – fast 40 Jahre später – kommt die Ernüchterung: Trotz Millionenetats des NABU und anderer Naturschutzverbände sind die Brutbestände der Bekassine in Schleswig-Holstein von 10.000 Brutpaaren auf unter 1.000 zusammengebrochen. Keine Erfolgsstory und doch kürt der NABU die Bekassine zum Vogel des Jahres 2013.

Wie erfolgreich sich allerdings bedrohte Tierarten entwickeln können, die dem Jagdrecht unterliegen und damit dem Schutz und der Fürsorge der Jägerschaft unterstellt sind, zeigt sich beispielsweise beim Seeadler. Der Seeadler war in Schleswig-Holstein fast ausgestorben und heute finden sich wieder über 60 Brutpaare dieser landestypischen Art an den Seeufern des Landes. „Jagd bedeute vor allem Hege“, betont Dr. Baasch, „mit dem Vorurteil, das eine Tierart, die im Jagdrecht aufgeführt ist, nicht geschützt werden kann, muss endlich aufgeräumt werden.“ So gehöre auch der Seeadler zwar zu den jagdbaren Arten, sei aber streng geschützt. Das sei kein Widerspruch, sondern vernünftig, so der Präsident weiter.

Die Naturschutzverbände können nur gemeinsam mit den Jägern, die stets vor Ort sind, einen effektiven Artenschutz überhaupt sicherstellen. Für den Schutz der Bekassine hat Dr. Baasch auch gleich einen Vorschlag: „Eine Schutzmaßnahmen für die Bekassine wäre sicherlich, für eine intensive Regulierung von Raubsäugern, den natürlichen Feinden der Bekassine, in den Brutgebieten zu sorgen.“

Fazit für den Präsidenten des Landesjagdverbandes ist, dass die Naturschutzverbände endlich mit der unsinnigen Forderung aufhören sollen, einzelne Arten aus dem Katalog der jagdbaren Tiere zu streichen. Das bringe keinen Vorteil für die Art, das Gegenteil sei der Fall. Zeit und Energie sollten weniger in Klientelpolitik als vielmehr in konkreten Artenschutz vor Ort investiert werden, so Dr. Baasch abschließend.

Jagdbare Arten haben größere Chancen zu überleben

Wildtierarten, die dem Natur- und Artenschutzrecht unterstellt werden und von der Liste der jagdbaren Arten gestrichen werden, haben nicht zwangsläufig bessere Chancen ihr Überleben zu sichern, stellt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V., fest. Bestes Beispiel dafür sei die Bekassine. 1976 wurde die charismatische Vogelart in die Obhut des Naturschutzes gelegt und aus dem Jagdrecht gestrichen. Die Naturschutzverbände feierten dies als großen Erfolg. Heute – fast 40 Jahre später – kommt die Ernüchterung: Trotz Millionenetats des NABU und anderer Naturschutzverbände sind die Brutbestände der Bekassine in Schleswig-Holstein von 10.000 Brutpaaren auf unter 1.000 zusammengebrochen. Keine Erfolgsstory und doch kürt der NABU die Bekassine zum Vogel des Jahres 2013.

Wie erfolgreich sich allerdings bedrohte Tierarten entwickeln können, die dem Jagdrecht unterliegen und damit dem Schutz und der Fürsorge der Jägerschaft unterstellt sind, zeigt sich beispielsweise beim Seeadler. Der Seeadler war in Schleswig-Holstein fast ausgestorben und heute finden sich wieder über 60 Brutpaare dieser landestypischen Art an den Seeufern des Landes. „Jagd bedeute vor allem Hege“, betont Dr. Baasch, „mit dem Vorurteil, das eine Tierart, die im Jagdrecht aufgeführt ist, nicht geschützt werden kann, muss endlich aufgeräumt werden.“ So gehöre auch der Seeadler zwar zu den jagdbaren Arten, sei aber streng geschützt. Das sei kein Widerspruch, sondern vernünftig, so der Präsident weiter.

Die Naturschutzverbände können nur gemeinsam mit den Jägern, die stets vor Ort sind, einen effektiven Artenschutz überhaupt sicherstellen. Für den Schutz der Bekassine hat Dr. Baasch auch gleich einen Vorschlag: „Eine Schutzmaßnahmen für die Bekassine wäre sicherlich, für eine intensive Regulierung von Raubsäugern, den natürlichen Feinden der Bekassine, in den Brutgebieten zu sorgen.“

Fazit für den Präsidenten des Landesjagdverbandes ist, dass die Naturschutzverbände endlich mit der unsinnigen Forderung aufhören sollen, einzelne Arten aus dem Katalog der jagdbaren Tiere zu streichen. Das bringe keinen Vorteil für die Art, das Gegenteil sei der Fall. Zeit und Energie sollten weniger in Klientelpolitik als vielmehr in konkreten Artenschutz vor Ort investiert werden, so Dr. Baasch abschließend.

Landeskürwettbewerb im Jagdhornblasen

1konzertsiegerehrungAm 26. Mai 2013 findet der Landesbläserwettbewerb im Jagdhornblasen mit einer Hubertusmesse in der Marseille-Kaserne in Appen statt.

Flintbeck:Am Wahltag wird es bei den Jägern laut, denn am Tag der Kommunalwahlen treffen sich ca. 500 Bläser aus allen Teilen Schleswig-Holsteins, aus Niedersachsen, Bayern und aus Dänemark in Appen, bekannt durch „Appen musiziert“, dessen Initiator Rolf Heidenberger Schirmherr des Wettbewerbes ist. Die Bläser werden ab 8:15 Uhr auf zwei Bühnen ihre musikalischen Spitzenleistungen als Märsche, konzertante Stücke oder Jagdsignale zu Gehör bringen.

Etwas Besonderes sind die jugendlichen Jagdhornbläser, die in einer eigenen Wertungsklasse im Solovortrag und in der Gruppe ihr Können unter Beweis stellen. Durch ihre Teilnahme zeigen sie, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit die Jagdkultur doch noch von Interesse ist.

Ein herausragendes Highlight ist der gemeinsame Hubertusgottesdienst, der von allen teilnehmenden Bläser/innen mit dem Fürstengruß um 13:30 Uhr begonnen wird. Er ist ein Teil des Kürwettbewerbes für die Parforcehorngruppen in Es. Der Klang der Hörner dieser Messe soll dem Waidmann Mahnung sein, besonnen über Leben und Tod der ihm anvertrauten Kreaturen zu walten und so im Geschöpf den Schöpfer erkennend das Wild zu ehren.

Diese Art von Wettbewerbsgestaltung im Landesjagdverband Schleswig Holstein ist bundesweit einmalig, was auch der Zuspruch aus anderen Bundesländern zeigt.

Den Zuschauern wird nicht nur Musikalisches geboten. Die Imker werden einen Stand aufbauen, ein weiterer Stand wird über die Situation des Wolfes in SH Auskunft geben, im Infomobil der Kreisjägerschaft wird über das heimische Wild berichtet. Eine Rettungshundestaffel wird in der Pause eine Vorführung geben, sodass man hautnah erleben kann, wie verschüttete Menschen wiedergefunden werden können. Natürlich ist für das leibliche Wohl reichlich gesorgt.

Am Schluss bei der Siegerehrung gegen 14.30 Uhr hoffen alle Bläser neben aller Freude viele Bekannte wiedergetroffen zu haben auch auf eine gute Platzierung.

 

Weitere Informationen:

Jörn Neupert, Pressereferent der Landesbläserschaft                                                                                       

Mobil: 0174/48649342

e-Mail: janc.neupert@t-online.de

Hundeführerlehrgang der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg

  ADRESSENÄNDERUNG !!!!!!  Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg Auch in diesem Jahr findet durch die Kreisjägerschaft für Mitglieder, die einen Jagdgebrauchshund für die jagdliche Praxis, eine der Verbandsprüfungen oder der Brauchbarkeitsprüfung vorbereiten wollen, ein Hundeführerlehrgang statt. Anmeldung ist am Dienstag, den 04. Juni 2013 um 20.00 Uhr auf dem Ziethener Hundeplatz, Mechower Weg, hinter dem Ihlensee in … Weiterlesen

Warming-up-Schießen 2013

…wieder ein toller Schießtag der Jägerinnen

Es gibt den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – doch beim Warming-up-Schießen muss es heißen: „Und jährlich schießen gut gelaunte Jägerinnen“.

Die Ausschreibung war kaum raus, da trudelten bereits die Meldungen ein. Alle denkbaren Bereiche, von Jungjägerinnen, die vor wenigen Tagen die Prüfung bestanden haben, über „gestandene“ Jägerinnen, die seit ihrer Jägerprüfung kaum oder gar nicht auf dem Schießstand waren, bis hin zu Schützinnen, die bereits Bundesmeisterschaften geschossen haben, waren alle vertreten. Eine breite Palette, die mit Gästen aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie der Hansestadt Hamburg abgerundet wurde. Bei fast 100 Meldungen wurde eine gute Logistik gefordert, die dank der guten Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft Flensburg, allen voran Hans-Peter Stöcken, hervorragend gemeistert wurde.

Schon die Vorgespräche liefen super. Meine Ideen für die „etwas anderen Disziplinen“, die jedes Jahr für Abwechslung und viel Spaß sorgen, waren von Hans-Peter Stöcken bereits in Heimarbeit durchdacht und gebastelt worden. So präsentierte er nicht nur einen selbst gebauten Biathlonstand sondern auch einen eigens gezimmerten Holzgalgen, an dem ein Flugzeug mit einem Nagel am Bug hing, für die Disziplin  „Vogelpicken“.

Der Biathlonstand hatte 5 nebeneinander in Holz gefräste Minilöcher (ca. 2 cm Ø), die rücklings von entsprechend kleinen Klappscheiben abgedeckt wurden und mit dem Luftgewehr zu beschießen waren. Michael Klinger, Inhaber der Firma Edding-Jagd in Flensburg, erklärte sich sofort bereit, hierfür ein präzises Luftdruckgewehr mit entsprechenden Kartuschen kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Am Wettbewerbstag war die Stimmung wieder von Beginn an spitze und es wurde, wie in den Vorjahren, geklönt, gelacht sowie Adressen ausgetauscht. Der begehrteste Mann war am frühen Morgen der Wirt, der radelnder Weise mal die Brötchen auf einem Tablett und mal Kaffee von seinem Krug zum Schießstand fuhr, was von Einigen ein wenig beschmunzelt wurde.

Die Disziplin „Biathlon“ wurde – wie wir es von den Wintersportlern kennen – im Liegen geschossen. Eine knifflige Sache, die eine hohe Konzentration erforderte, obgleich der Puls nicht durch zusätzliches Laufen erhöht war.

Für das „Vogelpicken“ wurde das bereits erwähnte Flugzeug per Hand hochgezogen und losgelassen, so dass es auf eine Zielscheibe zuflog. Dort, wo der Nagel feststeckte, wurde die Punktzahl abgelesen. Es war unglaublich! Diese Disziplin, die sehr gut für einen Kindergeburtstag geeignet ist, wurde von allen Teilnehmerinnen mit unendlich viel Ehrgeiz und großer Begeisterung ausgeführt sowie von Lachsalven begleitet, wenn der Wind das Flugzeug ins Schlingern brachte.

Doch gab es natürlich auch rein jagdliche Disziplinen. Für das Flintenschießen wurde ein anspruchsvoller, aber dennoch machbarer Parcours aufgestellt. Wie in den Vorjahren wurde auf (Roll-) Hasen, Fasane und Enten gejagt, die mal von hinten über die Köpfe hinweg und mal von vorn auf die Schützinnen zuflogen. Die hier eingeteilten Aufsichten haben mit Tipps geholfen, wie man die einzelne Wurftaube am besten beschießt und konnten dadurch zu dem einen oder anderen Treffer beitragen. Es gab keine Schützin, die ohne getroffene Tontaube vom Stand ging.

Beim Büchsenschießen wurde bei der ersten Disziplin eine Drückjagd nachgestellt. Hier musste die Schützin von einer mobilen Leiter freihändig auf den laufenden Keiler schießen. Eine Disziplin, die nicht nur den „Ungeübten“ sondern auch einigen „alten Hasen“ Schwierigkeiten bereitete.

Der zweite Büchsenstand zeigte einen Keiler von vorn; eine Disziplin, die bei einer Drückjagd nicht ungefährlich ist. Dieser Keiler musste angestrichen, mit einem Schuss zwischen die beiden Lichter, gestreckt werden. Hier trafen alle Teilnehmerinnen sicher.

Auf dem dritten Kugelstand wurde zur beginnenden Bockjagd die von allen bekannte Rehwildscheibe beschossen. Es waren sich alle einig – besser kann man sich nicht auf die Jagd vorbereiten.

Die gute Stimmung begleitete den ganzen Tag. Doch ohne die versierten, hoch motivierten und gut gelaunten Aufsichten, die mit ihrem Fachwissen für diese Veranstaltung wiederholt ehrenamtlich zur Verfügung standen und teilweise weite Anreisewege hatten, wäre so eine Veranstaltung nicht möglich. Ein Dank den Aufsichten Burkhard Bürger, Uwe Danger, Reimer Egge, Hans Jörg Faden, Klaus Groth, Hans-Jürgen Hamann, Kersten Krause, Hermann Nottelmann, den Aufsichten der Kreisjägerschaft Flensburg sowie Michael Klinger, Inhaber der Firma Edding-Jagd. Ein Dank an Editha Seedler und Petra Göltzer für die Auswertung sowie Anne Knosher und Andrea Kehrer für die Gestaltung des Preistisches.

Ein Dank an die Kreisjägerschaft Flensburg, allen voran Hans-Peter Stöcken, für einen hervorragend vorbereiteten Schießstand und gut organisierten Ablauf, dem Kreisjägerschaftsvorsitzenden Peter Hahn, dem Kreisschießwart Jürgen Drießen und ein Dank dem Landesobmann für das jagdliche Schießen und Schießleiter Frank Schmidt.

Ein weiteres Dankeschön der Firma Edding-Jagd und allen weiteren Sponsoren (s. Liste), die wiederum mit wertvollen Preisen und Jagdeinladungen zu einem reich bestückten Preistisch beigetragen haben, so dass auch in diesem Jahr keine Teilnehmerin mit leeren Händen nach Hause ging.

Diesen Dank gab der Landesobmann Frank Schmidt anlässlich der Siegerehrung, die vom Jägerbläsercorps Streichmühle und einigen Teilnehmerinnen unter der Leitung von Mandi-Rose Wargenau-Hahn begleitet wurde, an alle Helfer weiter.

Auch wenn auf Grund anderer Termine kein Vertreter des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume anwesend sein konnte, ließ es sich der Leiter der Obersten Forst- und Jagdbehörde, Johann Böhling, nicht nehmen, eine Bockeinladung in den Landesforsten der Siegerin dieses Tages auszusprechen. Diese Einladung überreichte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Andreas Schober, der extra zur Siegerehrung gekommen war, an Anja Reese aus Loop.

Der große Zuspruch zeigt, dass wir mit dem Warming-Up-Schießen für „Ladys“ auf dem richtigen Weg sind. Insofern auf ein Neues! Nach dem Motto: Nach dem Wettbewerb – ist vor dem Wettbewerb habe ich schon wieder neue Ideen und ich freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Monika Schultka

 

 

Einen Dank allen Sponsoren und Unterstützern!

  • Edding-Jagd, Michael Klinger, 24939 Flensburg
  • Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
  • Kreisjägerschaft Flensburg
  • Oberste Forst- u. Jagdbehörde des MELUR, 24106 Kiel
  • Flensburger Pokalvertrieb, Margitta Albertsen, 24941 Flensburg
  • Huberta Jagd, Natascha Gummersbach, 24819 Todenbüttel
  • Koops Natur & Jagd, Klaus Koops, 23552 Lübeck
  • Waffen Schrum GmbH & Co., Kirsten Schrum, 25782 Tellingstedt
  • Das Mobile Schießkino, Horst Rieger, 24819 Todenbüttel
  • Schmidt`s Augenblick, Dörte Schmidt, 24326 Ascheberg
  • Autohaus Estorff GmbH & Co. KG, Claus-Henrick Estorff, 24306 Plön
  • Die Fasanerie, Fam. Stankus, 24601 Wankendorf
  • Waffen-Behrendt, Ralf Behrendt, 25524 Itzehoe
  • Landesverein für Innere Mission, Eiderheim, 24220 Flintbek
  • Büchsenmacherei Harry Bälder, 24635 Rickling
  • Büchsenmacherei Schönkirchen, 24232 Schönkirchen
  • Club für jagdliches Schießen, 24640 Hasenmoor
  • Gärtnerei Fester, Kurt Fester, 24214 Gettorf
  • Waffen Reinhardt GmbH, Andreas Reinhardt, 23701 Eutin
  • Kappelner Werkstätten, Dieter Hansen, 24376 Kappeln
  • Schießstand Warder, Patrick Quast, 24646 Warder
  • Schießlehrer Jörg Biehl, 24988 Oeversee
  • Hans-Werner Blöcker, 24321 Helmstorf
  • Jan-Wilhelm Hammerschmidt, 24601 Stolpe
  • Frauke Lepping, 24211 Honigsee
  • Peter Rogowski, 24211 Preetz
  • Monika Schultka, 24223 Schwentinental

      Sponsoren vermittelt über Huberta Jagd:
      Blaser Jagdwaffen GmbH, 88316 Isny
      Deutscher Landwirtschaftsverlag, 80797 München
      Mauser Jagdwaffen GmbH, 88316 Isny
      Drywalker

      Sponsor vermittelt über Jörg Biehl
      Firma Manfred Alberts GmbH, 51674 Wiehl-Bielstein

       

Alle Vöglein sind schon da!

Unserer Singvögel 1Mit der neuen Info-Broschüre des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein können ganz einfach 52 heimische Singvögel bestimmt werden. Unsere bezaubernde Singvogelwelt begegnet uns auf Schritt und Tritt. Egal, ob am winterlichen Futterhaus, im Frühling mit Gesang aus Bäumen und von Dächern oder an der Vogeltränke im Sommer. Die gefiederten Freunde haben oft den Lebensraum direkt zwischen uns Menschen entdeckt und leben mit uns unter einem Dach, in unseren Gärten oder auf unseren Balkonen.

Leider nimmt der Mensch auch immer mehr den Lebensraum der Wildtiere für sich ein und so haben sie Not, Nahrung und Brutmöglichkeiten zu finden.

Die reich bebilderte Broschüre im DIN A5 Format hat 24 Seiten und hilf, unsere Singvögel im Garten, Wald und Flur besser kennen zu lernen. Sie beschreibt Lebensraum, Nahrung, Brut, Vorkommen, Aussehen und Feinde unserer Singvögel und zeigt auf, wie ihnen mit Nistkästen geholfen werden kann.

Zu bestellen ist dieses Heft im praktischen Taschenformat zum Preis von 1 Euro pro Exemplar zzgl. Porto und Verpackung beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein unter www.ljv-shop.de.

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Leider nimmt der Mensch auch immer mehr den Lebensraum der Wildtiere für sich ein und so haben sie Not, Nahrung und Brutmöglichkeiten zu finden.

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Zu bestellen ist dieses Heft im praktischen Taschenformat zum Preis von 1 Euro pro Exemplar zzgl. Porto und Verpackung beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein unter www.ljv-shop.de.

Ein Problem für Eiderstedts Bauern und Jäger: 6oooo Gänse

 Flintbek/Westerhever: Die Weißwangen- oder Nonnengans (Branta leucopsis) ist ein typischer Rastvogel auf der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt. Wenn im Frühjahr und Herbst zehntausende der schwarz-weißen Meeresgänse auf ihren Reisen zwischen den arktischen Brutgebieten und den Winterquartieren dort einen Zwischenstopp einlegen, locken sie Ornithologen aus ganz Deutschland an die Westküste. Sie genießen den Anblick der imposanten Gänseschwärme, die mit lautem Geschnatter die Wiesen abweiden.

Das Vergnügen der Vogelfreunde muss jedoch von den Landwirten vor Ort teuer bezahlt werden. Im Bereich Westerhever halten sich seit April ca. 60.000 Exemplare der Nonnengänse auf einer Fläche von ca. 500 ha auf – das entspricht etwa der Größe der Hallig Hooge.

„Durch die Einstellung der Nutzung sind den rastenden Gänsen die Nahrungsflächen auf den Außendeichen verloren gegangen, so dass sie nun die Grünländer und Äcker der Landwirte kahl fressen. Hier müssen dringend Strategien entwickelt werden, die zur Entlassung der geschädigten landwirtschaftlichen Nutzflächen führen,“ fordert Hans-Werner Blöcker, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Die Gänsefraßschäden seinen oft so hoch, dass für die Schafe Kraftfutter zugekauft werden und auf den Feldern neu gesät werden muss. Außerdem schießt auf den Äckern Unkraut in die Höhe, das nur durch einen höheren Herbizid-Einsatz bekämpft werden kann. Dazu kommt die starke Verschmutzung des Bodens, der Gräben und der Tränke-Kuhlen durch Gänse-Kot. Diese können von den Landwirten anschließend nicht mehr genutzt werden.

Doch nicht nur die Landwirte leiden unter den Nonnengänsen. So finden die Wiesenvögel auf den kahlen Flächen keinerlei Deckung mehr vor Fuchs und anderen Prädatoren. Außerdem brüten sie Aufgrund der großen Gänsepopulation wesentlich später als in anderen Regionen, so dass ihnen bei Zerstörung des Geleges keine Zeit mehr bleibt für ein Nachgelege.

Die Weißwangen- oder Nonnengans galt in den 1950er Jahren als vom Aussterben bedroht. 1979 wurde sie in den Anhang 1 der Vogelschutzrichtlinie aufgenommen und damit europaweit unter Schutz gestellt. Seitdem vollzog sich eine spektakuläre Zunahme der Bestände: Heute wird der Bestand auf weltweit 800.000 bis 900.000 geschätzt. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stuft die Art als ungefährdet ein.

Ein Problem für Eiderstedts Bauern und Jäger: 6oooo Gänse

 Flintbek/Westerhever: Die Weißwangen- oder Nonnengans (Branta leucopsis) ist ein typischer Rastvogel auf der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt. Wenn im Frühjahr und Herbst zehntausende der schwarz-weißen Meeresgänse auf ihren Reisen zwischen den arktischen Brutgebieten und den Winterquartieren dort einen Zwischenstopp einlegen, locken sie Ornithologen aus ganz Deutschland an die Westküste. Sie genießen den Anblick der imposanten Gänseschwärme, die mit lautem Geschnatter die Wiesen abweiden.

Das Vergnügen der Vogelfreunde muss jedoch von den Landwirten vor Ort teuer bezahlt werden. Im Bereich Westerhever halten sich seit April ca. 60.000 Exemplare der Nonnengänse auf einer Fläche von ca. 500 ha auf – das entspricht etwa der Größe der Hallig Hooge.

„Durch die Einstellung der Nutzung sind den rastenden Gänsen die Nahrungsflächen auf den Außendeichen verloren gegangen, so dass sie nun die Grünländer und Äcker der Landwirte kahl fressen. Hier müssen dringend Strategien entwickelt werden, die zur Entlassung der geschädigten landwirtschaftlichen Nutzflächen führen,“ fordert Hans-Werner Blöcker, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Die Gänsefraßschäden seinen oft so hoch, dass für die Schafe Kraftfutter zugekauft werden und auf den Feldern neu gesät werden muss. Außerdem schießt auf den Äckern Unkraut in die Höhe, das nur durch einen höheren Herbizid-Einsatz bekämpft werden kann. Dazu kommt die starke Verschmutzung des Bodens, der Gräben und der Tränke-Kuhlen durch Gänse-Kot. Diese können von den Landwirten anschließend nicht mehr genutzt werden.

Doch nicht nur die Landwirte leiden unter den Nonnengänsen. So finden die Wiesenvögel auf den kahlen Flächen keinerlei Deckung mehr vor Fuchs und anderen Prädatoren. Außerdem brüten sie Aufgrund der großen Gänsepopulation wesentlich später als in anderen Regionen, so dass ihnen bei Zerstörung des Geleges keine Zeit mehr bleibt für ein Nachgelege.

Die Weißwangen- oder Nonnengans galt in den 1950er Jahren als vom Aussterben bedroht. 1979 wurde sie in den Anhang 1 der Vogelschutzrichtlinie aufgenommen und damit europaweit unter Schutz gestellt. Seitdem vollzog sich eine spektakuläre Zunahme der Bestände: Heute wird der Bestand auf weltweit 800.000 bis 900.000 geschätzt. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stuft die Art als ungefährdet ein.

Reinigung der Nistkästen im Schulwald der Grundschule Lütjenburg, Außenstelle Seekrug mit …

21a Plön NistkästenViele Schulkinder konnten es schon kaum noch erwarten. Wann endlich können wir wieder die Hinterlassenschaften des letzten Sommers, der Bruten unserer Schulwaldvögel unter Anleitung der beiden Waidmänner Christoph Keller und Thorolf Wellmer in den Nistkästen nachsehen.

Der Schulwald der Grundschule Lütjenburg, Außenstelle Seekrug am Selenter-See ist nämlich inzwischen ein geradezu ideales Einsatzgebiet für die Zusammenarbeit von Lehrkräften und Schülern mit den örtlichen Jägern und Forstleuten geworden.

Gerade die Arbeiten mit und am Walde weisen die Kinder und Jugendlichen stets wieder auf die Grundsätze des „Global denken – lokal handeln”, und dabei insbesondere auch auf die Nachhaltigkeitskriterien im Rahmen der Umweltbildung im Heimat- und Sachkunde-Unterricht hin. Die Arbeit im Schulwald erfolgt dabei an der Grundschule Lütjenburg, Außenstelle am Seekrug unter der fachkundigen Anleitung der Koleginnen gern auch Klassen- und Fächerübergreifend.

Mit einem fröhlichen Jagdhornruf auf dem Taschen-Jagdhorn von Diplom Förster Wellmer an Stelle der sonst üblichen Glocke, wurden die Schulkinder am 8. März zum Stundenbeginn des Schultages in der Schule am Seekrug gerufen. Trotz starkem Wind und Regen war heute der Tag der Tage. Eine längere Regenpause sollte konstruktiv genutzt werden, um die alten Nester mitsamt den darin lebenden Parasiten wie Vogelflöhen, Milben und Zecken aus den Nistkästen und Bruthöhlen zu entfernen, damit die kommende Vogelbrut in diesem Jahr nicht übermäßig von diesen befallen würde. 

Wie schon in den vergangenen Jahren waren wieder alle Schulkinder an der Nistkastenreinigungs-Aktion beteiligt. Und so wurden zunächst von den Klassen 3 + 4 die Nistkästen von den Rückständen der Bruten des Jahres 2012 und anderen Hinterlassenschaften sauber gemacht. Das ergab natürlich so manches Hallo für die Schüler!! Pauline und auch die anderen Kinder freuten sich nicht nur über die vielen gut angenommenen und ausgebauten Nistkästen in den Obstbäumen am Schulhof. Damit auch die Grundsätze des „gender-mainstreaming“ berücksichtigt wurden, wechselten sich Jungen und Mädchen bei der Arbeit ab. Die Praktikantin Sophie Liebau machte inzwischen zahlreiche professionelle Photografien und half außerdem engagiert dabei mit, die aufgeregten Schüler zu sortieren und mit Zusatzaufgaben zu beschäftigen. Als dem Hegeringsleiter des Hegeringes IV in der Kreisjägerschaft Plön, dem Experten Christoph Keller zuletzt sogar noch zwei Waldmäuse mit einem gestreckten Satz aus ihrem kuscheligem Nest im Vogelkasten ins Dekolleté sprangen, zog das naklar ein lautes Kreischen der Schüler nach sich. Unsere beiden Vogelschutz-Experten mussten naklar auch dieses Jahr wieder so manche neugierige Frage beantworten. Die 1 + 2 Klassen übernahmen dann die zweite Hälfte der Reinigungsaktion. Von den jeweils selbst von den Schülern eingeteilten Schreibkräften wurden die vom Förster Thorolf Wellmer, seines Zeichens auch Obmann für Naturschutz und Begrünung der Kreisjägerschaft Plön, entwickelten und zur Verfügung gestellten Formblätter sehr sorgfältig für die später folgende Auswertung ausgefüllt.

Auch bei dieser Unternehmung hatten die beiden Jagd- und Forstexperten des Hegeringes IV wieder vorrangig die Ziele des Schulwaldes für die Grundschüler am Seekrug im Auge, nämlich:

· Verstehen komplexer Zusammenhänge

· Verantwortung für ein Stück Wald übernehmen

· Erfahren von Nachhaltigkeitskriterien im Wald

· erste Praxiserfahrungen in der Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzexperten, Jägern und Förstern sammeln

· Kooperationsbereitschaft auch mit verhaltensauffälligen und/oder auch seelenpflegebedürftigen Kindern innerhalb der jeweiligen Schülergruppen fördern

· Klassen- und auch Fächer- übergreifend arbeiten zu lernen

· erste Dokumentationen selber zu erstellen  

Als unser Förster Wellmer über die Schwierigkeiten und die Konfrontation der Grundgedanken des Vogelschutzes mit der zur Zeit so viel besprochenen Energiewende referierte, hörten nicht nur die Zwillingsschwestern Jaane und Luisa ganz aufmerksam zu. So erweisen sich nämlich leider gerade die immer größer werdenden Windräder immer wieder auch als wahre „Vogelschredder“.

Besonders fiel dem Kollegium und den beiden Naturerbeschützern während der abschließenden „Manöverkritik“ im Lehrerzimmer bei einem Blick nach draußen auf, dass mehrere Vogelkästen von Meisen und Spatzen gleich erneut in Besitz genommen wurden. Eine weitere Auswertung der Formblätter am Rechner ergab später sogar ganze Meisenalleen und Spatzenstraßen im Schulwald…

Mit einem zünftigen Jagdhornsignal und der Handklingel wurden die Kinder dann vom Förster Thorolf Wellmer aus der Pause zum weiteren Unterricht wieder in die Klassenräume gerufen.

weitere Infos unter: http://www.kjs-ploen.de