45 Schlingfallen entdeckt

Wilderei, Schlingfalle

Einen schweren Fall von Wilderei beschäftigt zurzeit die Polizeidirektion Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Am 23. Januar hatte der Jagdpächter in seinem Waldgebiet ‚Herrenholz‘ zusammen mit einem Freund fünf Schlingfallen entdeckt und der Polizei gemeldet. Doch das war offenbar erst der Anfang.

Am darauffolgenden Samstag fand ein Spaziergänger erneut eine Falle im Gebüsch. Auch er verständigte die Ordnungshüter. Der herbeigerufene Pächter suchte daraufhin mit mehreren Helfern sorgfältig den Bereich ab und fand 40 weitere Drahtschlingen. Sie wurden professionell und mit ‚Jagdverstand‘ aufgestellt, so der Pächter. ‚Seitdem suche ich täglich den Bereich ab‘, berichtete er gegenüber der Redaktion. Verendete Tiere wurden bisher nicht gefunden. Der Jäger vermutet, dass der oder die Täter die Fallen zwischen Donnerstag und Samstag aufgestellt hatten. Jetzt werden dringend Zeugen gesucht. Hinweise zu verdächtigen Personen im ‚Herrenholz‘ und entlang der Knicks im Bereich Hitzhusen sollen umgehend unter der Telefonnummer 04192-39110 gemeldet werden.
Quelle: http://www.jagderleben.de/45-schlingfallen-entdeckt 

Berufsgenossenschaft erhöht Beiträge drastisch

Jäger, Recht, GesetzMusterschreiben für Widerspruch jetzt im Internet / DJV prüft Musterklage

Derzeit erreichen den DJV viele Anrufe und E-Mails zur Beitragserhöhung der Berufsgenossenschaft Mittel- und Ostdeutschland. Die betroffenen LJV und der DJV beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema und haben bereits einen Musterwiderspruch vorbereitet. Diesen können Betroffene ab sofort auf der Internetseite www.jagdnetz.de herunterladen. Der Widerspruch ist wahrscheinlich kostenfrei. Vorsorglich weist der DJV darauf hin, dass es hierzu unterschiedliche Aussagen gibt. Der Deutsche Jagdschutzverband prüft die Beitragserhöhung juristisch, um eine eventuelle Musterklage vorzubereiten.

Alle Menschen sind gleich, doch manche sind gleicher – Der BUND tritt Grundrechte mit Füssen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine Berufseinschränkung für alle Fachgutachter und Sachverständige,  wenn sie Jäger sind – Landesjagdverband Schleswig-Holstein protestiert.

Flintbek, 26.2.2013: Mit der Veröffentlichung des Positionspapiers zur Jagd in Schleswig-Holstein erkennt der BUND Fachgutachtern und Sachverständigen mit Jagdschein die Qualifikation in Fragen des Natur- und Artenschutzes ab.

Bei der Frage, ob die Jagdausübung in bestimmten Gebieten erlaubt sein soll oder nicht, heißt es im BUND-Papier: „Dazu muss ein strikter Nachweis durch unabhängige Sachverständige, die selbst nicht Jäger sind, erbracht werden …“

„Es kann nicht sein, was nicht sein darf“, so sieht es wohl der BUND und fordert offenbar eine Berufseinschränkung für Sachverständige, die sich fachlich mit der Jagd auseinandersetzten und in diesem Bereich durch eine qualifizierte Ausbildung mit behördlicher Prüfung bei der Erlangung des Jagdscheins weitergebildet haben.

„Es mutet schon sehr merkwürdig an, dass ein Verband, dessen Mitglieder in der Regel weder eine einheitliche Qualifikation noch eine behördliche Prüfung – wie sie jeder Jäger und jede Jägerin hat  – nachweisen können oder gar müssen,  solche Forderungen in den Raum stellt. Darüber hinaus haben wir in Deutschland die verfassungsmäßigen Rechte der freien Berufswahl und -ausübung und der Gleichstellung, die der BUND hier mit Füssen tritt“,  rügt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

„Wo soll, dass hinführen“, fragt sich Dr. Baasch, „dürfen dann künftig auch alle Mitbürger, die einen Führerschein haben, keine Gutachten und Planungen in Sachen Straßen- und Wegebau mehr erstellen dürfen?“

Es-Horn-Lehrgang in Bad Segeberg

JagdhornDie Landwirtschaftskammer SH und die Kreisjägerschaft Segeberg bietet vom 15. – 17.März wieder ihren traditionellen Es-Horn-Lehrgang in Bad Segeberg an. Als Dozenten konnten wieder die Musiker des Deutschen Hornensembles eingeworben werden. Der Lehrgang richtet sich vornehmlich an Hornbläser, welche schon Erfahrungen mit diesem Instrument haben. Da bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen, ist ein rechtzeitiges Anmelden erforderlich. Es können zudem nur noch „Heimschläfer“ angenommen werden, da die Übernachtungs-Kapazitäten der Forstlichen Lehranstalt bereits ausgebucht sind.

Am 16.März findet im Verbund mit der Kreisjägerschaft Segeberg ab 20.00 Uhr in der Bad Segeberger Marienkirche das traditionelle Dozentenkonzert statt. Eine „Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte Hornmusik“ wird den Besucher erwarten.

Anmeldungen zum Lehrgang und Kartenreservierungen können gerne unter tkruse@lksh.de bzw. 04551-959820 erfolgen.

Nachweis einer Infektion mit Fuchsbandwurm in Süd-West Dänemark

Im südwestlichen Teil Dänemarks (süd-westliches Nordschleswig) ist bei drei Füchsen eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm nachgewiesen worden. Es sind die ersten Funde des Parasiten in Jütland seit dem ersten Fund 2012.

Die Landesregierung rät, sich während und nach Urlaubsaufenthalten in Dänemark und in der Grenzregion an die Empfehlungen der dänischen Behörden zu halten:

  • Hunde, die sich frei in der Natur der Kommune Tondern bewegen, sollten alle vier Wochen gegen den Bandwurm behandelt werden. Bitte kontaktieren Sie Ihren Tierarzt
  • der Kontakt zwischen Hund und kleinen Nagetieren sollte soweit wie möglich vermieden werden, da diese Zwischenwirte für den Fuchsbandwurm sind
  • Hunde, die regelmäßig Kontakt mit kleinen Nagetieren und Füchsen haben, sollten auf eine eventuelle Infektion hin untersucht werden
  • Hunde sollten gewaschen werden, wenn diese Kontakt mit Füchsen oder Kot von Füchsen gehabt haben.

Hintergrund:
Infektionen von Menschen mit Fuchsbandwurm sind selten. Der letzte Nachweis von Fuchsbandwurm in Schleswig-Holstein ist im Frühjahr 2011 bei einem Fuchs erfolgt. Auch andere Wildtiere, wie Marderhunde und Dachse, können sich mit dem Fuchsbandwurm infizieren.

Grundsätzlich gelten die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Waldfrüchte (Beeren, Pilze und andere bodennah wachsende Früchte) müssen gründlich gewaschen werden und sollten möglichst gekocht verzehrt werden. Durch Kochen werden die Bandwurmeier abgetötet. Tiefgefrieren bei minus 20 Grad Celsius tötet den Erreger dagegen nicht ab.
  • Nach Arbeiten mit Erde, wie Wald-, Feld-, und Gartenarbeiten sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Katzen und Hunde sollten regelmäßig entwurmt werden.
  • Die Hygiene im Umgang mit Haustieren muss beachtet werden, etwa gründliches Händewaschen nach Kontakt mit Katzen und Hunden.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel, Kirsten Wegner | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melur.landsh.de

Bläserseminar 2013 in Rendsburg

 

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Vom 15. bis 17. Februar  fand nun schon zum 9. Mal im Jugendfeuerwehrzentrum Rendsburg ein Fortbildungsseminar der Landesbläserschaft für „B“-Hörner (Pless und Parforce) und Parforce-Hörner in “Es“  statt. Das Zentrum ist sehr beliebt, denn hier hat der Landesbläservorstand einen wunderbaren Seminarort zu günstigen Konditionen gefunden. Die Bläser finden eine gute Unterkunft, gut ausgestattete Seminarräume und vor allem gute Verpflegung vor. An diesem Ort lässt sich das 2005 entwickelte neue Seminarkonzept auch durchführen. Es finden keine  Massenveranstaltungen mehr  mit 100 Bläsern und einem Referenten statt, sondern zu   70 bis 80 Bläsern kommen sechs bis acht Referenten, die sie dann in Gruppen    zu höchstens zehn Bläsern unterrichten. Da kann man sich dann besser dem Einzelnen widmen. Doch auch das Gruppenblasen kommt nicht zu kurz. Die heutigen Übungsleiter waren teilweise von weither angereist: Andreas Rometsch aus Schwaben, Christine Bogner aus Hessen; Günter Lunemann, Prof. Uwe Bartels, Klaus Vagt und Günther Raschke aus Niedersachsen; aus der näheren Heimat kamen Michael Mull – Lübeck und Tim Hasenkamp – Hartenholm bei Bad Segeberg. Sie alle haben langjährige Erfahrung als Gruppenleiter oder auch Wertungsrichter.

Die Seminare sind auch immer als Vorbereitung für die Wettbewerbe gedacht. Bei dem diesjährigen Kürwettbewerb können sich neben den Gruppen auch Soli, Duos und bei den Parforcehörnern Trios melden. In den Übungsgruppen wurde viel Gewicht auf Basisunterricht gelegt. Die Atem- und Ansatztechnik ist der Schlüssel zum Erfolg. Beim Vorblasen hörte der einzelne Bläser, wann sein Ton „schön“ klingt. Glückte es dann, war die Freude groß und das bläserische Selbstbewusstsein stieg. Nach der vielen Technik wurde aber auch neue Stücke eingeübt und daran das exakte Zusammenspiel geübt.

Die „ES“-Hörner übten Stücke mit einer sogenannten Bouché-Stimme. In dieser Stimme kommen die Töne „H“ und “A“ vor, die man durch Stopfen erhalten kann. (Bläser wissen natürlich, dass in diesem Zusammenhang nicht das Strümpfestopfen gemeint ist, sondern das  Stopfen der Hand in den Horntrichter, wodurch die Tonhöhe verändert wird.) Wer diese Technik beherrscht, bekommt auf dem Wettbewerb sogar einen Bonuspunkt. Geübt wurde zum großen Teil an Stücken zu St. Hubertus, denn auf dem Wettbewerb werden erstmalig im Rahmen einer Hubertusmesse die darin von verschiedenen Gruppen vorgetragenen „ES“-Hornstücke von Richtern gewertet.

Da jeder Übungsleiter hat seine eigene Art hat und die Bläser die verschiedenen Leiter und ihre Methoden auch kennlernen konnten, hatte   Bläserobfrau Wargenau-Hahn die Teilnehmer so eingeteilt, dass sie im Laufe des Seminars von drei unterschiedlichen Referenten lernen konnten. Das wurde von allen sehr positiv aufgenommen.

Das Blasen kann sehr anstrengend sein, dabei kann es vorkommen, dass man sich verkrampft und verspannt. Auch daran hatte die Seminarleitung gedacht.  Aus Itzehoe war extra ein kerniger, junger Physiotherapeut gekommen, um die BIäser in den Pausen einzeln zu massieren. Das Angebot nahmen die Teilnehmer gerne an und kamen ganz gelockert und frohgelaunt in ihre Gruppen zurück.

Am Ende des „Hauptkampftages“, dem Samstag, bedankte sich Bläserobfrau Wargenau-Hahn bei den Übungsleitern für die schweißtreibende Arbeit mit einem Badehandtuch mit Jagdhornsymbol. Aber auch die Bläser selbst bekamen jeder zu ihrer großen Überraschung ein kleines Handtuch mit Horn, damit beim Entwässern des Hornes das Wasser nicht immer auf dem Parkettfußboden der Säle landen muss. Beim anschließenden grünen Abend zeigten die Bläser, was sie bereits gelernt hatten. Erstaunlich in welch kurzer Zeit neue Stücke präsentiert werden können. Die gemischten Gruppen (Pless und Parforce) trugen die „Waldkauzpolka“ vor. Die Es-Hörner stellten erstmals Trios mit Stücken aus Uwe Bartels Notenbuch „Musik zu St. Hubertus Bd. 2“ vor. Mit Ihren Vorträgen hätten sie sich schon auf dem Wettbewerb sehen lassen können. Klangbeispiele für Trios und andere Besetzungen gibt es auf einer CD, die die Bläser gerne mitnahmen, um zu Hause weiterüben zu können. Doch auch im Quartett wurde ein Stück präsentiert, das ist insofern interessant, weil auf dem Wettbewerb auch Gruppen mit nur vier „Es“-Hornbläsern auftreten können. Ein Höhepunkt sind immer die Alphornklänge, mit denen der grüne Abend abgerundet wurde. Einige Bläser nahmen das Wort „Abend“ nicht so wörtlich – sie verwechselten es wohl mit „Morgen“!!!!

Nach dem Seminar ist vor dem Seminar – der Termin im nächsten Jahr: 21. bis 23. Februar 2014.

 

Jörn Neupert

 

Frühlingsboten kehren zurück – Erster Weißstorch in Schleswig-Holstein gesichtet

Weißstorch (K.-H. Volkmar, LJV SH)Der erste Weißstorch ist aus seinem afrikanischen Winterdomizil zurück und wurde in den letzten Tagen mehrfach von Jägern rund um das Nienwohlder Moor nordöstlich von Hamburg gesehen.

Flintbek, 6.3.2013: „Sie sind zurück“, freut sich Hans-Jürgen Juhls, Jäger und Betreuer des Naturschutzgebietes Nienwohlder Moor. In den letzten Tagen habe er in der Region rund um das Schutzgebiet mehrfach einen einzelnen Weißstorch gesehen.

In Schleswig-Holstein brüten jährlich etwas über 200 Paare. Es ist also in den nächsten Tagen davon auszugehen, dass die großartigen Vögel als Boten des Frühlings und der Fruchtbarkeit aus ihren Überwinterungsquartieren in Afrika zurückkehren und mit der Balz und dem Brutgeschäft in Schleswig-Holstein beginnen.

Sie brüten auf Hausdächern, Türmen, Strommasten oder Bäumen. Um den Störchen geeignete Nistmöglichkeiten anzubieten, haben Jäger, Landwirte und andere Naturliebhaber zahlreiche künstliche Nisthilfen auf Türmen, Masten und Scheunen errichtet. Nun bleibt zu hoffen, dass 2013 eine erfolgreiche Brutsaison mit vielen ausfliegenden Jungstörchen wird.

Dänische und Deutsche Jäger wachsen zusammen

JagdwörterbuchLandesjagdverband Schleswig-Holstein und Danmarks Jægerforbund veröffentlichen das erste deutsch-dänische Jagdwörterbuch

Flintbek: Seit 2011 arbeiten die dänischen und deutschen Jägerinnen und Jäger in der Fehmarnbeltregion im Rahmen eines INTERREG-Projektes zum Schutz der Rebhühner eng zusammen.

Sie beobachten und zählen die Rebhuhnbestände, entwickeln Schutzmaßnahmen und setzten diese um. Allein im Projektgebiet auf deutscher Seite – den Kreisen Plön, Ostholstein und der Hansestadt Lübeck – haben die Jägerinnen und Jäger in den letzten 2 Jahren 6.500 Stunden im Ehrenamt dafür aufgebracht. Auch wenn man sich auf deutscher und dänischer Seite in den Zielen des Projektes einig ist, eines bleibt – die Sprachbarriere.

„Das hat uns dazu bewogen gemeinsam das erste deutsche-dänischen Jagdwörterbuch zu entwickeln und so das Zusammenwachsen und die Kommunikation untereinander zu stärken. Wir freuen uns, so den europäischen Gedanken und die bilaterale Zusammenarbeit zwischen den Jägerinnen und Jägern in Dänemark und Schleswig-Holstein zu fördern“, erklärt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Das Wörterbuch kann unter www.ljv-sh.de angesehen und heruntergeladen werden.

Bleifrei oder nicht?

Bleifrei, Jagd, DJV berichtet live vom BfR-Symposium über aktuelle Ergebnisse zu Metallen in Wildbret

„Alle(s) Wild?“ – unter diesem Titel laden das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum Symposium am 18. und 19. März nach Berlin ein. Vorgestellt werden auf der Tagung die Forschungsergebnisse der letzten vier Jahre zum Thema Jagdmunition. Der DJV wird auf seiner Internetseite www.jagdverband.de die Veranstaltung live übertragen und auf Twitter berichten.

Namenhafte Institute stellen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Forschungsvorhaben „Abprallverhalten von Jagdmunition“, „Untersuchungen zur Tötungswirkung bleifreier Geschosse“ sowie erste Ergebnisse aus dem laufenden Projekt „Lebensmittelsicherheit von jagdlich gewonnenem Wildbret“ vor, das vom DJV personell und finanziell unterstützt wird. Ergänzt wird das Programm um Vorträge zum Einfluss von Geschossmaterialien auf die Umwelt. Der DJV wird auf der Veranstaltung durch Dr. Wolfgang Bethe (Landesjagdverband Brandenburg) und Dr. Daniel Hoffmann (Präsident der Vereinigung der Jäger des Saarlandes) vertreten. Dr. Hoffmann präsentiert die DJV-Umfrage „Erfahrung im Umgang mit Jagdbüchsenmunition“. Eine erste Auswertung der Fragebögen ergab, dass 66 Prozent der 1.662 Umfrageteilnehmer Bleimunition benutzen und 34 Prozent bleifreie. Von diesen 34 Prozent blieben 64 Prozent bei bleifreier Munition und 36 Prozent wechselten zurück zu bleihaltigen Geschossen. Auf dem Symposium wird der DJV weiterführende Auswertungen vorstellen.

Weitere Informationen zu der Tagung „Alle(s) Wild?“ finden Sie auf der Internetseite des BfR. Hier können Sie sich auch das Programm der Veranstaltung ansehen und herunterladen.

Hier geht’s zur Internetseite des BfR.

Hier gibt’s das Programm des Symposiums „Alle(s) Wild?“ zum Download.

Jägerflohmarkt in Müssen

Sicher befinden sich auch in Ihrem Jägerhaushalt Dinge, die Sie gar nicht mehr benötigen. Oder Sie suchen schon lange etwas Bestimmtes, zur Not auch gebraucht und finden es nirgendwo. Dieser Jägerflohmarkt soll Ihr Problem lösen. Sofern Sie Waffen und Munition suchen oder anbieten möchten, haben Sie nur die Möglichkeit diese, auch mit Foto schriftlich anzubieten. … Weiterlesen

Geflügelpest bei Wildenten

Bei einer routinemäßigen Geflügelpestüberwachung im dänischen Westjütland ist ein hochpathogener Geflügelpestvirus bei erlegten Stockenten festgestellt worden.

Wie das Internetportal ‚SpiegelOnline‘ unter Bezug auf das Friedrich-Löffler-Institut berichtete, ließ sich ein mögliches Übergreifen des Virus auf Deutschland noch nicht abschätzen. Der in Dänemark entdeckte Subtyp H7 gehört mit dem aus der deutschen Vogelgrippewelle 2006 bekannten Subtypen H5N1 zu den hochansteckenden Geflügelpestviren. Vorsorglich mahnte das Institut deutsche Geflügelhalter daher zu besonderer Aufmerksamkeit.

Auch das Landwirtschaftministerium Mecklenburg-Vorpommerns nahm den Befund zum Anlass, die Geflügelbetriebe des Landes auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und die Untersuchungspflichten in der Freilandhaltung hinzuweisen und Kontrollen dazu anzukündigen. An der klassischen Geflügelpest erkranken vor allem Hühner und Puten, aber auch Enten und Tauben können betroffen sein. Sie bekommen Fieber, Atembeschwerden, Durchfall und Schwarzfärbungen an Kamm und Kehllappen. Für 80 bis 100 Prozent der erkrankten Tiere verläuft die klassische Geflügelpest tödlich. Auch Menschen, die engen Kontakt zu kranken Tieren haben, können sich anstecken.
Quelle: http://www.jagderleben.de/gefluegelpest-wildenten

Schleswig-Holstein hat einen zweiten Wolf

wolfIm Kreis Herzogtum-Lauenburg konnte ein Wolf nachgewiesen werden, der aus Mecklenburg-Vorpommern eingewandert ist. Bereits im Juli war ein Wolf im westlichen Kreis Segeberg aufgetaucht, der erste seit 1820. Die Anwesenheit eines männlichen Wolfes der deutsch-westpolnischen Population konnte durch Fotofallenbilder und genetische Analysen bestätigt werden, jetzt gelang der bestätigte Hinweis auf einen zweiten Wolf im Kreis Herzogtum-Lauenburg in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern.

Durch einen geschulten ehrenamtlichen Wolfsbetreuer konnte im Schnee eine 1.500 m lange Spur dokumentiert und sicher einem Wolf zugeordnet werden.

Es ist davon auszugehen, dass der Wolf über Mecklenburg-Vorpommern eingewandert ist oder sich im Grenzgebiet der beiden Bundesländer aufhält. Ob sich das Tier schon länger in diesem Gebiet aufhält, sich dort ansiedeln wird oder nur durchwandert, ist derzeit unklar. Hierzu müssen weitere Hinweise gesammelt und ausgewertet werden.

Wir freuen uns sehr, dass die Bemühungen um Artenschutz und Erhalt der Biodiversität sich hier so deutlich positiv auswirken. Der Wolf ist eine streng geschützte Art nach Washingtoner Artenschutzabkommen, Berner Konvention der europäischen Naturschutzrichtlinie (FFH-Richtlinie) und dem Bundesnaturschutzgesetz.

Gefährdungen von Spaziergängern und spielenden Kindern sind auszuschließen, da Wölfe eine angeborene Scheu vor dem Menschen haben. Wölfe ernähren sich vornehmlich von Wildtieren, wie wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen haben. Trotzdem sollten Tierhalter von Schafen und Ziegen ihre Tiere angemessen schützen. Kosten hierfür werden auf Antrag durch das Land übernommen.

Bei Rückfragen steht das dafür vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume beauftragte Wolfsinfozentrum Eekholt mit Rat und Tat zur Seite. Das Wolfsinfozentrum SH im Wildpark Eekholt mit den ehrenamtlichen geschulten Wolfsbetreuern ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung des Wolfsmonitorings und die Beratung bei Präventionsmaßnahmen. Für Fragen oder Wolfshinweise gibt es eine spezielle Hotline – Informationen gibt es unter www.wolfsbetreuer.de

Quelle: MELUR

Unterordnungskurs für Jagdhunde

Unterordnungskurs für Jagdhunde Auch in diesem Jahr bietet die Kreisjägerschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg wieder einen Unterordnungskurs für die vierbeinigen Jagdhelfer in der jagdfreien Zeit an.  Zielgruppe des Kurses ist u.a.: Erstlingsführer, die sich auf die jagdlichen Prüfungen vorbereiten wollen und einen Zugang zu Ihrem neuen Teammitglied suchen. Hundeführer, die die Ausbildung ihres Hundes in … Weiterlesen

Schießsportzentrum Kasseedorf ist jetzt offiziell eingeweiht worden

Bettina Hagedorn gab den ersten Schuss abKauf, Planung und Bau kosteten rund 3,5 Millionen Euro

Das schönste Weihnachtsgeschenk haben sich die Jäger selbst gemacht: Sie eröffneten auf dem Gelände in Kasseedorf das Schießsportzentrum. Auf einer Fläche vom mehr als 13 Hektar können dort in Zukunft die Jäger sich ausbilden lassen, ihr Können durch Lehrgänge beim Schießen verbessern und sich durch etliche weitere Maßnahmen fortbilden. Die gesamte Maßnahme wird 3,5 Millionen Euro kosten, den größten Teil davon haben die Jäger durch Eigenmittel aufgebracht, der Rest ist durch öffentliche Kredite finanziert worden.

Das in der gesamten Maßnahme kein öffentliches Geld gesteckt wurde, nahm der Vorsitzende des Vereins Schießsportzentrum Kasseedorf, Christian Graf Holck (Farve), dann auch auf und erläuterte, dass beispielsweise im Bundesland Nordrhein-Westfalen das Land dafür eine  Zuschuss von 80 Prozent gewährt. „Wir als Jäger haben aber einen öffentlichen Auftrag und müssen alles selbst bezahlen“, monierte Graf Holck.

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn appellierte an die Einwohner der umliegenden Gemeinden, „die tiefen Gräben der Vergangenheit zu vergessen und mit den Jäger zusammen zu arbeiten“. Sie schnitt damit auf die jüngsten Angriffe von Einwohnern aus Sibbersdorf an, die zum wiederholten Male Angriffe gegen die Jäger und gegen das Schießsportzentrum  öffentlich geäußert hatten. „Wir leben in einem Rechtsstaat und die Entscheidungen der Justiz haben den Jägern Recht gegeben“, erläuterte Bettina Hagedorn, „danach sollte man sich jetzt auch halten.“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete, die auf dem Skeetstand den ersten Schuss abgab, bekam für ihre Aussagen auch Lob vom früheren Ministerpräsidenten des Landes schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen: „Du bekommst selten Zustimmung von mir“, so der aktive Jäger Carstensen, „doch hier stimme ich dem zu“, rief er Ex-Ministerpräsident der SPD-Politikerin zu.

Dr. Klaus-Hinnerk Baasch (LJV-Präsident) während seiner Grußworte vor fast 500 Gästen.Fast 500 Gäste waren zur Eröffnung des Schießsportzentrums gekommen. Unter ihnen auch die Vertreter der Kommunen aus der Region, Vertreter der Wirtschaft und des Landesjagdverbandes (LJV) mit ihrem Präsidenten Dr. Klaus-Hinnerk Baasch an der Spitze. Unter den Gästen waren auch etliche Jäger und Planer, die den Anschub vor gut 15 Jahren für das Schießsportzentrum gegeben haben. Unter ihnen auch Gerd Schumacher (Hof Radlandsichten), der als damaliger Vorsitzender der Kreisjägerschaft Eutin die Anlage als Schießsportzentrum ausgekuckt hatte und jetzt von Christian Graf Holck dafür großes Lob bekam. Lob von Graf Holck bekam auch die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, die damals als Bürgermeisterin und Amtsvorsteherin von Schönwalde die Anlage immer unterstütz hat. Die Anlage sei, so Graf Holck weiter, von vielen nicht gewollt, „doch Bettina Hagedorn hat sich mutig für uns Jäger eingesetzt.“

dr. hinnerk braasch und christian graf holckLJV-Präsident Dr. Baach bemerkte, dass das Schießsportzentrum Kasseedorf im Lande dringend benötigt wird. Diese hoch modern ausgestattete Anlage sei auch vom Gesetz her erforderlich. Andere, der heutigen Gesetzgebung nicht mehr  entsprechende Anlagen werden nach und nach geschlossen.

Die Bauarbeiten auf dem Schießsportzentrum sind – auch aufgrund des einsetzenden Winterwetters –  noch nicht alle abgeschlossen. In Zukunft können dort auf 25m/100m/270m Bahnen geschossen werden, auf denen der laufende Keiler sowie auf den Trapp- und Skeet-Ständen installiert sind. Über ein Buchungssystem können Interessierte dann entsprechende Stände und Zeiten auswählen und sich „online“ einen Termin reservieren. Ebenso kann der  neu geschaffene Medienraum für Veranstaltungen wie Seminare, Sitzungen usw. reserviert werden. Die Anlage ist, so die Sportschützen, nach der Olympiaanlage in München die am modernsten ausgestattete Anlage in Deutschland. Was den Sportschützen noch fehlt, ist die 300 Meter Bahn, die (bisher) nur als 270 Meter Bahn genehmigt wurde, „für internationale Wettkämpfe ist aber eine 300 Meter-Bahn erforderlich.“ „Das wäre für Schleswig-Holstein ein Highlight“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn.

Wiederholt gelobt wurden die Maßnahmen zum Schallschutz. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten haben einen Großteil der Investitionssumme verschlungen. Auch für die Bereiche Natur- und Umweltschutz wurde auf der Anlage einige Hunderttausend Euro investiert. Allein für den Bau einer Schutzanlage als Zentrum für die Fledermäuse wurden 150.000 Euro ausgegeben.

Skeetstand KasseedorfTräger des Schießsportzentrums Kasseedorf ist der Verein Schießsportzentrum Kasseedorf. Mitglieder sind die Jäger aus den Kreisjagdverbänden Plön, Lübeck, Oldenburg und Eutin sowie der Landesjagdverband Schleswig-Holstein.

Rolf Röhling

Mehr unter www.ssz-kasseedorf.de

 

 

Der dänische Wolf war deutscher Abstammung

Foto: J-Jansson-norden-orgEs war tatsächlich ein richtiger Wolf, den die Naturbehörde am 16. November tot im Wildreservat Hanstholm gefunden hat. Das gaben die Beamten am Nachmittag bekannt. Somit steht fest, dass erstmals seit 199 Jahren mit Sicherheit ein Wolf in freier Wildbahn in Dänemark beobachtet worden ist. Veterinäre von der Technischen Universität in Kopenhagen hatten das Tier untersucht und genetische Vergleiche angestellt. Dabei kam auch heraus, dass es sich um einen mit den deutschen Wölfen verwandten Wolf handelt, so die Mediziner.

Zoologe: Eine „Riesen-Sensation“

Der Zoologe Mogens Trolle von „Statens Naturhistoriske Museum“ sprach von einer „Riesen-Sensation“. „Tierexperten haben darauf gehofft, dass der Wolf nach 200 Jahren Abwesenheit wieder nach Dänemark zurückkehren würde., Biologisch ist es gar nicht so überraschend, denn im Sommer war ein Wolf ja rund 100 Kilometer südlich der Grenze entdeckt worden.
Der tote Wolf ist vielleicht ein Zeichen für neue Zeiten. Ein Raubtier würde ja unser Bild von Dänemark völlig verändert, denn wir sind doch ein so kleines gemütliches Land“, kommentierte Mogens Trolle, der glaubt, dass Wölfe durchaus auch in unmittelbarer Nähe von Menschen leben können.

Quelle: http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/19708.asp?artid=50515


Natur in der Stadt

Am 25. Und 26. August durften hunderte Menschen ganzes Wochenende lang in ganz Kiel entdecken, dass die Stadt nicht nur 240.000 Menschen eine Heimat bietet, sondern dass in der direkten Nachbarschaft auch viele Tiere und Pflanzen zuhause sind. Die Krei…