Frei-Wild: Jagdgatter nicht mehr zeitgemäß

Jagdgatter in unserer Landschaft sind nach Auffassung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein nicht mehr zeitgemäß. 

Im Streit um Jagdgatter in Schleswig-Holstein schlagen die Wogen hoch. Aus Sicht der Jägerschaft des Landes ist die Nutzung von Jagdgattern nicht mehr zeitgemäß und ist mit den Grundsätzen einer naturnahen Jagd nicht vereinbar.

Aus diesem Grund habe der Landesjagdverband Schleswig-Holstein die Regelung zur Abschaffung der Jagdgatter mit einer 15-jährigen Übergangsfrist bei der Änderung des Landesjagdgesetzes im Jahre 1999 mit unterstützt.

„Für uns beinhaltet die Jagd immer frei lebende Wildtiere in freien Lebensräumen“, so Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein. Wildtiere sollen sich ihre Lebens- und Rückzugsräume in unserer Kulturlandschaft selber suchen können. Ihnen muss aber auch die Möglichkeit gegeben werden, dass sie in ihren Lebensräumen nicht unnötig gestört und vertrieben werden. Doch gerade in diesem Punkt beabsichtigt die Landesregierung mit der Änderung des Landesnaturschutzgesetzes einen weiteren gravierenden Einschnitt.

Ebenso, wie es in den Wäldern bereits seit Jahren möglich ist, soll nun auch für die offene Landschaft das Freie Betreten eingeführt werden. Das heißt,  dass nun Feldhase, Rebhuhn und Co. in ihren Lebensräumen auf Äckern und Weiden ständig von Querfeldeingehern gestört werden könnten. „Wir verurteilen diese geplante Gesetzesänderung aufs Schärfste und appellieren zum Schutz unserer Wildtiere an Politik und Gesellschaft, die bisherige gute Regelung des Wegegebotes zur respektieren und bei zu behalten“, so Heins.

10 Jahre Bläser-Fortbildungsseminar in Rendsburg

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Hier zeigen die Bläser die Vielfalt der Hörner, die sie in dem Seminar benutzten – angefangen mit dem Alphorn, den großen Parforcehörnern in „B“ und “Es“, den kleinen Fürst-Plesshörnern mit und ohne Ventil und einer schwedischen Birkenholzlure.

Im Jahr des Hornes (2015) feiert das dreitägige Fortbildungsseminar für Jagdhornbläser in Rendsburg sein zehnjähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahren war es immer voll besetzt. So auch in diesem Jahr, wo lange vor Meldeschluss die Listen für die über 80 Bewerber geschlossen werden mussten, weil keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr vorhanden waren und man schon in ein nahegelegenes Hotel ausweichen musste.

Damit nur in kleinen Gruppen gearbeitet wird, hatte die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn neun Übungsleiter eingeladen, darunter waren die Bundeswertungsrichter Günther Lunemann (NRW) und Olaf Hanspach (Sachsen), Therese Stoll (Sachsen) und Ludolf Ressmeyer (NDS). Sie trainierten die Pless- und Parfocehörner in „B“. Verantwortlich für den „Es“-Hornbereich waren Jan Haufe (Sachsen) und Ludger Holtmann (Hessen). Günther Raschke (NDS) hatte sich bei den „Es“-Hörnern besonders dem Bass verpflichtet, der einzige Ausbilder aus Schleswig-Holstein Dr. Gregor Steidle verfeinerte bei seinen Bläsern u.a. die Stopftechnik mit besonderem Feingefühl. In allen Gruppen wurde viel Wert auf die Basisarbeit gelegt. Denn ohne eine vernünftige Atemtechnik und Ansatzübungen nützt das Lernen der anspruchsvollsten Stücke nichts. Es klingt einfach nicht.

Uwe Bartels (NDS) hatte sich einem besonderen Instrument gewidmet – dem Alphorn. Für ihn ist das Alphorn die Königin der Blasinstrumente. In einem Schnupperkurs, für den sich sehr viele Bläser angemeldet hatten, brachte er es fertig, dass am Ende jeder ein paar schöne Töne dem Alphorn entlocken konnte, sodass die Lust auf „mehr“ gegeben war.

Die meisten Übungsleiter sind schon öfter beim Bläserseminar in der Jugendfeuerwehrschule am Nord-Ostsee-Kanal dabei gewesen, doch Uwe Bartels ist der Einzige, der bei allen zehn Seminaren beteiligt war. Von den teilnehmenden Bläsern kam Peter Kroll aus Hohenwestedt zum 10. Mal zum Seminar.

Die Teilnehmer reisten aus ganz Schleswig-Holstein an, aber auch aus Hamburg und Niedersachsen hatten sich Bläser angemeldet. Auffallend war, dass bei den „Es“ Hörnern zweidrittel der Teilnehmer aus nur drei Gruppen kamen, sodass zu hoffen ist, dass der Übungsgewinn direkt in die Gruppen zu Hause übertragen wird.

Neben nur bläserischem Training standen auch allgemeine Themen auf dem Programm. Die Corpsleiter trafen sich in einer Extragruppe, um sich Anregungen für ihre heimischen Ausbildungsabende zu holen und auch zu hören, welche Probleme es in anderen Gruppen gibt. Aufschlussreich war die Diskussion über die verschieden Aktionen, neue Mitglieder zu bekommen.   Prof. Bartels gab in seinem Seminar Anregungen zur Planung eines Konzertes – es muss spannend aufgebaut sein, die Zuschauer müssen auch ihnen schon bekannte Stücke zu hören bekommen – sein Motto: überlasse nichts dem Zufall!

Ein Instrumentenbauer war angereist, um Tipps zur Instrumentenpflege zu geben, wenn

z. B. ein Hornzug klemmt oder Ähnliches. Sehr gerne wurde eine Kurzmassage zur Entspannung angenommen, die den gesamten Sonnabend angeboten wurde und zu der die Bläser kurz aus ihrer Gruppe entschwinden durften. Am letzten Seminartag, dem Sonntag konnten die Bläser ihre Themen noch einmal frei wählen. Beliebt war das Angebot des Einzel- bzw. Duounterrichtes, bei dem der Referent sich natürlich ganz speziell den Problemen des einzelnen Bläsers widmen konnte. Neben dem erlernen neuer Stücke in „Es“ und „B“ wurde die Wettbewerbsvorbereitung – „Feinheiten“ der Jagdsignale angeboten, zu dem sich sehr viele entschieden. Das zeigt, dass die Basis und Gemeinsamkeit des jagdlichen Blasens nach wie vor die jagdlichen Signale sind, mit denen man sich in Wettbewerben messen kann.

Bei allem Lernen und Üben kam natürlich der Spaß nicht zu kurz. An dem „grünen Abend“ am Samstag brachten die Bläser in „B“ und „Es“ in vielen spontanen und launigen Kurzbeiträgen bläserisch und verbal ihre Dankbarkeit für den Einsatz und die Mühe zum Ausdruck, die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn und ihr Team in den letzten zehn Jahren in die Durchführung der Seminare gesteckt haben. Hier fand ein Vortrag der Übungsleiter auf ihren „Es“-Hörnern besonderen Beifall. Für die harmonische Stimmung sorgte nicht zuletzt das Team von Herrn Schlüter vom Jugendfeuerwehrzentrum mit der guten Verpflegung – wie in allen Jahren zuvor.

Auf zum 11. Fortbildungsseminar 2016 – vom 19. bis 21. Februar in Rendsburg!

Jörn Neupert

Hegeringleitertagungen 2016

Die Hegeringleitertagung für die Kreisjägerschaften nördlich des Nord-Ostsee-Kanals, sowie die Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord, findet am 06. Februar 2016 in Lürschau bei Schleswig statt.

Die Hegeringleitertagung der Kreisjägerschaften südlich des Nord-Ostsee-Kanals, außer der Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord, findet am 13. Februar 2016 im Holsteinischen Haus in Nortorf statt.

Schleswig-Holstein hat gewählt!

LJV Präsidium

Nach dem Rücktritt des gesamten LJV-Präsidiums wurde heute ein neues Präsidium gewählt. So haben 183 Delegierten aus 20 Kreisjägerschaften gewählt: v.l.n.r. Wolfgang Heins (Präsident), Andreas-Peter Ehlers (Vizepräsident), Axel Claußen (Vizepräsident), Peter Stodian (Schatzmeister), Jörg Sticken (Schriftführer), Henning Höper (Beisitzer), Herbert Häger (Beisitzer), Otto Witt (Beisitzer) und Hendrik Löffler (Beisitzer)

Nachweis von Staupe bei Füchsen in Schleswig-Holstein: Auf Impfschutz bei Hunden achten

Anlässlich des Nachweises von Staupeinfektionen bei mehreren Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Landwirtschaftsministerium Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten. Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Dies teilte das Ministerium heute (11. Januar 2016) mit. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Seit Ende November 2015 waren bei Untersuchungen im Landeslabor bei fünf Füchsen aus dem südlichen Landesteil Staupeinfektionen nachgewiesen worden. Es handelte sich um tot aufgefundene oder verhaltensauffällige Tiere. Es sind die ersten Staupe-Nachweise in Schleswig-Holstein bei Füchsen seit 2009. 2012 wurde zuletzt bei einem Steinmarder Staupe nachgewiesen
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Staupeinfektionen auch in anderen Landesteilen auftreten.

In den letzten Jahren wurde in anderen Regionen eine Zunahme von Staupefällen beobachtet. Hier spielen Wildtiere als Virusreservoir, die Impfmüdigkeit von Hundehaltern und auch der Ankauf von infizierten Hunden aus dem Ausland eine Rolle.

Füchse werden als sogenanntes Virusreservoir des Staupevirus angesehen, d.h. ein Teil der Füchse ist infiziert, erkrankt aber nicht. Füchse finden sich durch das reichhaltige Nahrungsangebot und der schnellen Lern- und Anpassungsfähigkeit immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen an. Daher können sich Hunde durch Füchse in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren. Insbesondere Jagdhunde tragen ein höheres Risiko der Ansteckung; für sie gilt die Impf-Empfehlung besonders.

Die klinischen Symptome (Verlust der natürlichen Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder auch Aggressivität) der zentralnervösen Form der Staupevirusinfektion  können denen bei einer  Tollwutinfektion ähneln. Auch wenn Deutschland frei von Wildtollwut ist, sollte insbesondere bei den beschriebenen Veränderungen des  Verhaltens aber auch bei kranken oder tot aufgefundenen Füchsen eine diagnostische Abklärung durchgeführt werden.
Wer einen kranken oder toten Fuchs findet, sollte den Revierinhaber oder die örtlichen Jäger verständigen. Wie immer gilt für alle Laien: Weder lebende noch tote Wildtiere sollten angefasst werden.

Hintergrund

Die Staupe ist eine durch das Canine Staupevirus hervorgerufene hochansteckende Erkrankung bei Hunden, Füchsen, Waschbären, Marder, Wiesel, Frettchen, Dachsen und Wölfen. Das Virus ist eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt, aber für Menschen ungefährlich.
Übertragen wird das Virus durch Speichel, Nasen- und Augensekret, sowie Kot und Urin infizierter Tiere. Auf direktem Wege durch gegenseitiges Belecken oder Tröpfcheninfektion sowie indirekt über verunreinigtes Futter, Wasser oder die Umgebung.

Das Krankheitsbild der Staupe ist vielschichtig. Es können Erscheinungen einer Lungenentzündung (Husten, Atembeschwerden), einer Magen-Darmerkrankung (Durchfall, Erbrechen), zentralnervösen Ausfallserscheinungen (Verlust der Scheu, Krämpfe, Bewegungsstörungen) oder Hautveränderungen (Ausschläge, übermäßige Verhornung) auftreten. Diese können gleichzeitig oder zeitversetzt nacheinander vorkommen. Je nach Verlaufsform und Schwere des Krankheitsverlaufs liegt die Sterblichkeit zwischen 30 und 80 Prozent. Besonders gefährdet sind Jungtiere durch die Ansteckung an Alttieren, die das Virus in sich tragen und ausscheiden, aber nicht selbst erkrankt sind.

[MELUR]

Jäger und Angler kaufen Westensee

Nach einer Vorbereitungszeit von zwei Jahren haben der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. (LJV), vertreten durch Herrn Hans-Werner Blöcker und Herrn Hans-Jürgen Langbehn sowie der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV), vertreten durch Herrn Peter Heldt und Herrn Matthias Winkelmann am 10.12.2015 gemeinsam als „Naturerlebnis Westensee“ Ge-sellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) eine 278 ha große Teilfläche des Westensees gekauft.

Ein Schwerpunkt der künftigen gemeinsamen Nutzung wird in der Umweltbildung für Jugendliche und Erwachsene bestehen. Selbstverständlich wird die Seefläche, wie schon seit Jahrzehnten, auch weiterhin zum Angeln und zur Aus- und Fortbildung von Mitgliedern genutzt.

Die Verbände sehen Umweltbildung und Kenntnisse über die Naturkreisläufe als grundlegend an, um sachgerecht die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie den Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer zu sichern. Hingegen sind Ideologien schädlich, die naturwissenschaftlichen Tatsachen entgegenstehen. Sie verunsichern die Menschen und bringen Naturinteressierte gegeneinander auf, die mehr für die Natur erreichen könnten, wenn sie zusammenarbeiteten.

LJV und LSFV haben sich seit langer Zeit für eine Zusammenarbeit entschieden. Ihre Mitglieder wissen, wie man die Natur verträglich nutzt und wie man sie zu ihrer Erhaltung schützt. Die 39.000 Mitglieder des LSFV, davon 4.500 Kinder und Jugendliche, sowie die 16.000 Mitglieder des LJV, davon 2.000 Kinder und Jugendliche, bilden nun über die neue Gesellschaft eine noch festere Ein-heit. Sie können voneinander lernen und profitieren. Anglern und Jägern ist es besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen die heimische Natur wieder näherzubringen und ihnen aufzuzeigen, wie man die Lebensmittel Fisch und Wild sinnvoll nutzen kann.

Der Westensee, der zentral in Schleswig-Holstein und in einer reizvollen Landschaft liegt, bildet für diese Kooperation ein bestmögliches Umfeld.

Jagd- und Artenschutzbericht 2015

Jagd- und Artenschutzbericht 2015 des Landes Schleswig-Holstein in Kiel vorgestellt. Der Bericht ist seit 1997 eine Sammlung von Daten und Fakten rund um die Jagd, den Natur- und den Artenschutz.  

Flintbek: Bereits seit 19 Jahren wird alljährlich der Jagd- und Artenschutzbericht des Landes Schleswig-Holstein vom zuständigen Ministerium (MELUR) unter Mitwirkung u.a. des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein erarbeitet und vorgestellt. Die diesjährige Bilanz zeigt nicht nur langfristige Trends und Entwicklungen bei den Wildtierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, sondern stellt auch neben den jagdlichen Themen einzelne Artenschutzprojekte und Bestandsentwicklungen vor.

Die Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ist ein wesentlicher Bestandteil nationaler und internationaler Biodiversitätsstrategien und damit ein Grundbestandteil der Naturschutzpolitik. „Die aktuellen Jagdstrecken vor allem bei den Schalenwildarten, zeigen deutlich, wie nachhaltig und umsichtig die Jagd im Land zwischen den Meeren ausgeübt wird. Unsere Jägerinnen und Jäger zählen unsere Wildbestände und entnehmen der Natur nicht mehr, als dort von selber nachwachsen kann“, erläutert Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Leider finden wir im Niederwildbereich auch negative Bestandsentwicklungen wie z. B. beim Wildkaninchen und auch regional bei den Fasanen.  „Hier muss der zuständige Minister mit gezielten Artenhilfsmaßnahmen bis hin zu Wiederansiedlungen die ehrenamtliche tätige Jägerschaft unterstützen“, fordert Baasch. Alleinige Maßnahmen wie eine Bejagungseinschränkung sind kontraproduktiv.

Neben vielen Erfolgen in der Jagd und beim Artenschutz offenbart der Bericht auch politische Fehlentwicklungen in der Landesregierung. Der Artikel zum Rotwild und die Ausbreitung dieser Art in den letzten 10 Jahren zeigen sehr deutlich, dass Wildtiere keine Grenzen kennen. „Die ministeriellen Vorgaben, wo Rotwild vorkommen darf und wo nicht, sind damit seit Jahren von der Realität überholt und gehören abgeschafft“, appelliert Baasch an Minister Habeck. Wild müsse sich in dieser enggewordenen Kulturlandschaft sein Lebensraum selbst suchen dürfen.

Bedauerlich ist, dass einzelne Tierarten nun aus der Statistik herausgenommen wurden, so dass das Ministerium bspw. keine Angaben mehr zur Bestandsentwicklung bei den Rebhühnern macht. Auch zu anderen jagdbaren Wildtierarten, die von den Jägerinnen und Jägern   ganzjährig geschont und betreut werden, sucht man nach verlässlichen Zahlen im Jagd- und Artenschutzbericht vergebens.    

Während die Verwendung der Jagdabgabemittel im Bericht transparent aufgeschlüsselt wird, hätten weitere Daten und Fakten zu den verwendeten Mitteln im Natur- und Artenschutz den Bericht sicherlich komplettiert und abgerundet.

Darüber hinaus werden im Bericht zahlreiche Artenschutzprojekte für bedrohte Tierarten vorgestellt. Zu nennen sind hier u.a. die Aktivitäten für den Rotmilan, die Seeadler und den Fischadler.  Diese störungsempfindlichen Tierarten werden nun aber durch das geplante freie Betretungsrecht der Wildtierlebensräume erneut gefährdet. Mit der aktuell im Landtag diskutierten Novelle des Landessnaturschutzgesetzes soll diese Regelung eingeführt werden und damit bestünde die deutliche Gefahr der Verschlechterung der Lebensräume.

Waffenrechtsverschärfung verhindert Terror nicht

DJV fordert Jäger auf, Kritik bei der EU-Kommission zu äußern

(Berlin, 01. Dezember 2015) Die Europäische Kommission bittet um Rückmeldung zu den Änderungsvorschlägen der Feuerwaffenrichtlinie. Diese sollen eine Antwort auf die furchtbaren Terroranschläge in Paris sein. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bedauert die Tragödie in Frankreich und drückt den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. Der Verband betont aber auch, dass die geplante Verschärfung des Waffenrechtes nicht geeignet ist, weiteren Terror zu verhindern, sondern lediglich Einschränkungen für Legalwaffenbesitzer bedeutet. Aus diesem Grund fordert der DJV alle Jägerinnen und Jäger auf, ihre Rückmeldung direkt an die Kommission zu geben: bit.ly/1kTV7aO „Es ist wichtig, dass wir Jäger aufzeigen, wo die Vorschläge zu weit gehen und es ist wichtig, dass wir dies unverzüglich tun“, sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied und zuständig für Waffenrecht. „Es verhindert weder Terrorismus noch organisierte Kriminalität, wenn zukünftig regelmäßig die Gesundheit von Sportschützen und Jägern überprüft wird.“ Der DJV weist darauf hin, dass auf der Internetseite der Kommission formulierte Standardantworten nicht gewertet werden. Deshalb sollte jeder seine Kritik in eigene Worte fassen.

Der DJV hat bereits vergangene Woche den Bundesinnenminister angeschrieben und eine Stellungnahme zu den geplanten Verschärfungen der Feuerwaffenrichtlinie abgegeben. Darüber hinaus hat sich der DJV gemeinsam mit dem europäischen Dachverband der Jäger (FACE) sowie mit dem Forum Waffenrecht zu den geplanten Änderungen kritisch geäußert. Am kommenden Freitag werden in Brüssel die Außenminister der Länder zusammen kommen, um erneut Maßnahmen für den Kampf gegen den Terrorismus und die Verbesserung der Inneren Sicherheit zu diskutieren. Zwar ist die Feuerwaffenrichtlinie noch nicht Bestandteil der Tagesordnung, könnte aber auch zur Diskussion stehen.

Was soll geändert werden?

      Warum lehnen wir das ab?

1. Regelmäßige medizinische Tests von Legalwaffenbesitzern

  • vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohungslage haben medizinische Checks von Legalwaffenbesitzern nichts mit der Sache zu tun
  • Legalwaffenbesitzer sind rechtstreue, mündige Bürger, die verantwortungsvoll mit dem Privileg des Waffenbesitzes umgehen
  • Statistiken belegen, dass Straftaten zum allergrößten Teil mit illegal besessenen Waffen verübt werden (mehr als 95%)

2. Verbot bestimmter halbautomatischer Waffen (Kategorie B7)

  • Jäger nutzen halbautomatische Waffen mit Magazinbeschränkung (2+1) legal im Rahmen der Jagdausübung
  • das Verbot dieser legalen Waffen ändert nichts an der Vielzahl von illegalen halbautomatischen und automatischen Waffen, die in Europa in den Händen von Kriminellen am Markt sind ( http://bit.ly/Terrorwaffen)

3. Verbot des Online-Handels von Waffen und Waffenteilen

  • Jäger nutzen das Internet, um im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Waffen zu kaufen und zu verkaufen
  • dies geschieht ausschließlich an erwerbsberechtigte Personen, die sich entsprechend ausweisen müssen
  • der legale Handel von Waffen und Waffenteilen im Internet hat nichts mit dem illegalen Handel zu tun
  • organisierte Kriminelle kaufen nicht im legalen gewerblichen Online-Handel ein
  • es gibt einen großen Online-Schwarzmarkt (Darknet), der nicht von Google auffindbar ist und nicht systematisch überwacht werden kann

4. Zeitliche Beschränkung der waffenrechtlichen Erlaubnis

  • Wer in Deutschland die Jägerprüfung absolviert hat und zur Jagd gehen möchte, hat das Bedürfnis, eine Waffe zu besitzen
  • das Bedürfnis wird mit dem Lösen des Jagdscheines bestätigt und erneuert
  • mit Prüfung des Bedürfnisses (mindestens im 3-Jahres-Rhythmus) geht in Deutschland die behördliche Zuverlässigkeitsprüfung einher
  • keine weitere Bedürfnisprüfung nötig, die über das gesetzliche Maß hinausgeht

Beeindruckende Landeshubertusmesse in Bad Segeberg

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In diesem Jahr wurde nun schon zum 10. Mal eine Landeshubertusmesse gefeiert. 1997 begann in der Nikolaikirche in Kiel die Tradition, dass alle zwei Jahre in unterschiedlichen Kirchen und Regionen eine Landeshubertusmesse geblasen wird. Die bisherigen Austragungsorte waren danach Rendsburg, Lübeck, Meldorf, Bad Segeberg, Itzehoe, Eutin, Husum und Ratzeburg. Jetzt kamen die Bläser aus ganz Schleswig-Holstein, aus Niedersachsen und Hamburg wieder nach Bad Segeberg. Genau vor 10 Jahren hatten sie sich schon einmal hier zu einem Hubertusgottesdienst getroffen. Sie trafen sich schon einen Tag vorher am Freitag, um unter der Leitung von Michael Mull die einzelnen Stücke in einem Workshop zu vervollkommnen. Einige Neuerungen und Veränderungen, die Professor Uwe Bartels und der musikalische Leiter Michael Mull komponiert bzw. arrangiert hatten, mussten eingeübt werden. Damit dieses alles gelingen konnte, wurden die Bläser von der Jägerschaft Kreis Segeberg und der Kirchengemeinde der Marienkirche unterstützt. In deren Räumlichkeiten konnten die Proben und zum Teil auch die Beköstigung stattfinden.

Die Besucher der Hubertusmesse kamen schon lange vor Beginn des Gottesdienstes, um einen guten Platz zu finden. Sie wurden vor der Kirche von den Bläsern der Kreisjägerschaft Segeberg unter Leitung des Kreisbläserobmannes Rainer Lütt trotz Sturm und Regen mit Jagdsignalen und jagdlichen Märschen begrüßt. Große Schwedenfeuer, die die Segeberger  Jäger angezündet hatten, ließen die Marienkirche in einem romantischen Licht erstrahlen.

Unter dem Signal „Begrüßung“, vorgetragen von der Bläsergruppe Hubertus Leezen-Nahe mit ihrem Leiter Hans Boss, zogen die Parforcehornbläser mit Pastor Erhard Graf feierlich in die Kirche ein. Diese war festlich mit herbstlichem Laub geschmückt. Als Hubertushirsch hatten sich die Jäger einen besonderen Hirsch geholt – den „Gigant“, der 1986 im Duvenstedter Brook bei Hamburg verludet gefunden wurde. Ein 26-Ender- der stärkste Hirsch seit 300 Jahren in Deutschland –  der erst 7 Jahre alt war, also noch viel zu jung, um erlegt zu werden. Der Grund seines Todes wird ein Geheimnis bleiben. Hier könnte man sogar an den Grundgedanken der Predigt von Pastor Graf anknüpfen, der sagte, man könne Gott nicht für alles Missgeschick auf der Erde verantwortlich machen – er habe zwar gesagt: „machet Euch die Erde untertan“ – doch das bedeutet, dass wir damit auch eine Verantwortung für die Natur übernommen haben und uns bemühen müssen, die Probleme selbst zu lösen.

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Die meisten Stücke der Liturgie des Hubertusgottesdienst sind aus dem französischen Messritus der „Grand Messe de Hubertus“  entnommen, doch sind auch zeitgenössische Versionen mit dem „Kyrie“  und dem  „Gebet der Jäger“ einbezogen. Besonders beeindruckend war, dass wie bei den letzten Landeshubertusmessen  Orgel und Bläser zusammenspielten, wie bei dem von M. Mull arrangierten Lied „Die Ernt ist nun zu End“. Hierbei ein harmonisches Zusammenspiel zu erreichen, ist in  großen Kirchen wie der Marienkirche in Bad Segeberg mit einem langen Nachhall für den Dirigenten nicht einfach. Doch es gelang, was einen spontanen Beifall während des Gottesdienstes auslöste. Besonders beeindruckte das Stück „Die Glocken“, bei dem auf den Hörnern das Läuten der Kirchenglocken nachgeahmt wird. Das ging unter die Haut.

Dass die Besucher durch die Messe bewegt waren, kam durch die reichlich bemessenen Spenden zum Ausdruck, die durch jugendliche Bläser am Ende eingesammelt wurden.

2015Plaketten

Dass die Hubertusmesse so einen Zuspruch hatte lag nicht zuletzt an der intensiven Vorbereitung durch die Kreisjägerschaft und den Landesvorstand der Bläser. Die Landesbläserobfrau M.R. Wargenau-Hahn, die alle Fäden in der Hand hatte, dankte beim anschließenden Empfang allen Beteiligten – insbesondere hatten Axel Sprogö und Kathi Teegen von den Segeberger Jägern, die speziell für jeden Teilnehmer zur Erinnerung an die 10. Landeshubertusmesse ein Hornemblem auf eine Birkenscheibe gebrannt hatten.

Nach der Messe ist vor der Messe. In zwei Jahren sind alle in den Schleswiger Dom eingeladen.

Jörn Neupert

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Die Bläser der Kreisjägerschaft Segeberg blsen zut Einstimmung vor der Kirche

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Das Bläsercorps Hubertus Leezen Nahe bläst zum Einzug der ES-Hornbläser die „Begrüßung“

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EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden

Nach den Anschlägen in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. So wichtig auch konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus sind, die geplanten Schritte treffen die Falschen. Eine Petition hat das Thema aufgegriffen.

Online-Handel tabu: Waffen sollen nur beim Händler zu erwerben sein. (Quelle: DJV)
Online-Handel tabu: Waffen sollen nur beim Händler zu erwerben sein. (Quelle: DJV)

In Folge der Terroranschläge in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. Neben einigen sinnvollen Maßnahmen sollen jedoch auch der Online-Handel von legalen und registrierten Waffen verboten und weitere bürokratische Hürden für zuverlässige und legale Waffenbesitzer errichtet werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert diese Vorhaben, da sie weder ein Mehr an Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bringen, noch den Terrorismus bekämpfen. „Es ist extrem wichtig, konkrete Maßnahmen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu ergreifen“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke, zuständig für Waffenrecht. „Diese dürfen jedoch nicht zuverlässige und gesetzestreue Jäger belasten. Bei jedem einzelnen Punkt sollte sich die Politik fragen: ‚Treffen wir damit Terroristen? Treffen wir damit organisierte Kriminalität?‘“

Seit Kurzem existiert eine Petition auf der Plattform change.org, die sich gegen unsinnige Verschärfungen des EU-Waffenrechts ausspricht und an den Rat der Europäischen Union richtet. Über Nacht hat die Petition bereits 16.000 Mitzeichner erreicht. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Petition auf.

Weiterhin fordert der DJV die Europäische Kommission auf, den illegalen Waffenhandel innerhalb der EU zu bekämpfen und insbesondere die europäischen Außengrenzen schärfer zu kontrollieren. Dazu kann zum Beispiel auch eine Datenbank für gestohlene und illegal gehandelte Waffen gehören, wie sie etwa „iArms“ von InterPol vorsieht.

Stellenausschreibung für den Bereich der Jugend- und Öffentlichkeisarbeit

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. ist ein anerkannter Naturschutzverband und Träger der Jugendhilfe. Er vertritt als landesweite Dachorganisation rund 18.000 Jägerinnen und Jäger.

Für unsere Geschäftsstelle in Flintbek suchen wir zum 01.04.2016:

Mitarbeiter/in für den Bereich der Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Vollzeitstelle ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Ihre Aufgaben:

Unterstützung der Geschäftsstelle bei allen operativen und strategischen Themen des Verbandes. Schwerpunktmäßig liegt der Tätigkeitsbereich in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit, der internen Fortbildung der Mitglieder sowie dem Aufbau/Weiterentwicklung der Sparte Jugendarbeit im LJV.

Im Detail:

  •     Begleitung der Sparte Jugendarbeit
  •     Unterstützung der ehrenamtlichen Jugendobleute und des Vorstandes der jugendPROnatur
  •     Organisation, Leitung und Begleitung von Kursen und Fortbildungen(insbesondere die Aus- und Weiterbildung der Jugendleiter und Lernort-Natur-Aktivisten)
  •     Mitarbeit und Durchführung von Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit
  •     Bearbeitung von Presseanfragen
  •     Erstellung von Pressemitteilungen und Artikeln
  •     Organisation von Presseterminen
  •     Mitarbeit bei den Verbandsmedien, Bereich Social Media/Online-PR/Verbandszeitung
  •     Mitarbeit im Bereich interne Kommunikation
  •     Eigenständige Bearbeitung von Themen

Ihr Profil:

  •     Sie verfügen über mehrjährige Berufserfahrung (vorzugsweise im Bereich der Jugend- und/oder Öffentlichkeitsarbeit)
  •     Sie haben ein gutes Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift
  •     Sie sind sicher im Umgang mit MS-Office-Programmen, PowerPoint, Outlook, elektronischen Medien (CMS, Facebook)
  •     Sie besitzen einen Jagdschein und eine Fahrerlaubnis der Klasse B
  •     Sie haben großes Interesse an Jagd, Naturschutz und Wildbiologie
  •     Sie zeichnen sich durch sicheres Auftreten, gutes Durchsetzungsvermögen, Kommunikations- und Verhandlungsgeschick aus
  •     Sie sind teamfähig, belastbar und zeigen Einsatzbereitschaft sowie Flexibilität
  •     Ihr Handeln wird durch eine systematische und analytische Arbeitsweise geprägt
  •     Sie sind vertrauenswürdig und loyal
  •     Es besteht Ihrerseits die Bereitschaft, auch an Wochenend- und abendlichen Veranstaltungen teilzunehmen

Bitte fassen Sie die einzelnen Dokumente Ihrer Bewerbungsunterlagen zu einer pdf-Datei zusammen und senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen, Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins und der Kennziffer „MJÖ-2016“ bitte bis zum 31.01.2016 an:

Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

Geschäftsführer: Andreas Schober

Tel.: 04347-9087-0

 A.Schober@LJV-SH.de

Bericht Hubertusmesse

Sehr geehrte Damen und Herren, das schöne Wetter am Freitag, dem 30.11.2015, und der Herbstmarkt in Mölln hat einigen Mitbürgern die Entscheidung sicher schwerfallen lassen, so dass „nur“ etwa 200 Besucher in die mit Herbstlaub festlich geschmückte St. Marienkirche nach Gudow gekommen waren. Dies tat dem Gelingen der diesjährigen Hubertusmesse jedoch keinen Abbruch. Nachdem die … Weiterlesen

Das erweiterte Präsidium beschließt Wahlen durchzuführen

Am 12.11.2015 hat das erweiterte Präsidium des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. auf Antrag von 17 der 20 Kreisjägerschaften in Schleswig-Holstein beschlossen, Wahlen des Präsidiums durchzuführen. Alle acht Präsidiumsmitglieder haben erklärt, zu Beginn der Wahlen ihre Ämter im Präsidium niederzulegen. Die Wahlen sollen nun anlässlich einer außerordentlichen Delegiertenversammlung am 22.01.2016 erfolgen.

Für weitergehende Informationen oder Rückfragen stehen ihnen LJV-Präsident Dr. Klaus-Hinnerk Baasch und LJV-Vizepräsident Hans-Werner Blöcker zur Verfügung.

Schießstand Baumgarten

Michael Furtner

Die Arbeiten an der Wiederinbetriebnahme des Schießstandes Baumgarten der Kreisjägerschaft Eckernförde laufen auf Hochtouren – allerdings nur, weil einige engagierte Mitglieder der Kreisjägerschaft fleißig daran arbeiten, dass dort wieder alles in Ordnung kommt. Am vergangenen Wochenende hatte sich KJS-Vorsitzender Otto Gravert fachkompetente Hilfe aus der Geschäftsstelle in Flintbek geholt: Katalin Brattig hatte sozusagen die Schirmherrschaft über die Pflanzaktion in ihren Händen. Der erweiterte Vorstand und einige Helfer aus den Hegeringen waren pünktlich um 9 Uhr zur Stelle, einige Hundert Pflanzen ebenfalls.

Denn das große Gelände vor dem Schießstand, auch der Knick, sollten bepflanzt werden. Mit von der Partie Hegeringleiter Bernd Vollertsen, seines Zeichen Betreiber der Firma Vollertsen Tannen und Grün. Er hatte nicht nur seinen Trecker mitgebracht, sondern auch die dazugehörende Pflanzmaschine und zwei seiner Angestellten: Pawel Kosdro und Mariusz Migun saßen direkt quasi auf der Pflanzmaschine, Otto Gravert und Jürgen Tams reichten die einzelnen Pflanzen zu, die sofort in der Erde verschwanden.

Und während der Trecker seine Runden auf dem großen Areal vor dem eigentlichen Schießstand drehte, hatten auch die anderen Helfer genug zu tun. Ab und zu musste bei einer Pflanze „nachgearbeitet“ werden, andere setzten Kastanien ein, die den Knick begrünen sollen. Auch die Vorarbeiten für die kommende Woche – da sollen die neuen Zäune aufgestellt werden – waren schweißtreibend: Das Zaunmaterial wurde an Ort und Stelle geschafft.

 „Viele Hände machen der Arbeit ein schnelles Ende“ – unter dem Motto arbeiteten die Jäger am Wochenende und so kamen mehrere hundert Pflanzen in die Erde am Baumgarten. Eine tolle Aktion, vielen Dank an die fleißigen Helfer aus der KJS Eckernförde.

S. EixmannKnick2

Petition zum Schutz der Wildtiere in der Kulturlandschaft

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende und noch einmal ist eure Stimme für den Erhalt der Lebensräume unserer heimischen Wildtiere gefordert.

Die Kreisjägerschaft Rendsburg-Ost e.V. mit Unterstützung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. rufen zu einer Unterschriftensammlung auf.

Zur Sache:

Die Regierungskoalition in Schleswig-Holstein will ein allgemeines Betretungsrecht der freien Landschaft abseits der Wege in den wichtigsten Lebensräumen unserer Wildtiere im Landesnaturschutzgesetz verankern. Doch eigentlich sind die Förderung von biologischer Vielfalt und der Schutz unserer Kulturlandschaft Ziele des Landesnaturschutzgesetzes.

Im September machten die Nutzerverbände, wie der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, der Bauernverband aber auch Waldbesitzer, Grundeigentümer und viele mehr aus Schleswig-Holstein über die Folgen der freien Betretung von „ungenutzten Grundflächen“ aufmerksam. Gesetzlich wird hierbei nämlich nicht zwischen Stoppel und den artenreichen Stilllegungsflächen, Blühstreifen und Bundbrachen unterschieden. Auch ist unterschlagen worden, dass z. B. aufgescheuchte Rehe, die in den Wintermonaten auf Stoppelfeldern zusammenstehen, Verkehrsunfälle verursachen können und somit zu steigende Kosten für Autofahrer führen.

Mit Ihrer Unterschrift treten Sie für den Schutz der Rückzugsgebiete und gegen ständige Störungen von Wildtieren ein. In der nun freigeschalteten online Petition können Sie unkompliziert Ihre Stimme  >>Hier geht´s zur Online-Petition<< hinterlassen.

Landeshubertusmesse 2015

IMGP059810. Landeshubertusmesse in der St.-Marien-Kirche zu Segeberg am Sonnabend, dem 14. Nov. 2015 um 18.00 Uhr 

In diesem Jahr wird nun schon zum 10. Mal eine Landeshubertusmesse gefeiert. 1997 begann in der Nikolaikirche in Kiel die Tradition, dass alle zwei Jahre in unterschiedlichen Kirchen und Regionen  eine   Landeshubertusmesse geblasen wird. Dazu kommen Bläser aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen schon einen Tag vor der Aufführung zusammen, um  ihr Zusammenspiel in einem intensiven Workshop zu vervollkommnen – das ist in dieser Form einzigartig in der Bundesrepublik und hat bisher in keinem anderen Bundesland eine Nachahmung  gefunden.

Das zehnjährige Jubiläum der Landeshubertusmesse findet in diesem Jahr in Bad Segeberg in der St. Marienkirche am 14. November 2015 um 18.00 Uhr statt. Schon ab 17.30 Uhr blasen die Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft Segeberg zur Einstimmung in den Gottesdienst vor oder bei schlechtem Wetter in der Kirche.

Als geistlich – gottesdienstliche Einrichtung des LJV S-H ist die Hubertusmesse   zu einer festen Institution neben den öffentlichkeitswirksamen Landesbläserwettbewerben und den Nachwuchs fördernden Jugendbläserfreizeiten im LJV S-H herangereift.

Sie wird daher als eine Art (Natur-) Dankgottesdienst wahrgenommen und erfreut sich deshalb nicht nur bei Jägern, sondern auch gerade bei Nichtjägern großer Beliebtheit.

Die ausrichtenden  Kirchengemeinden und Kreisjägerschaften, die die Landeshubertusmesse in den letzten Jahren durchführten, waren sich daher der Bedeutung und Verantwortung dieses Ereignisses überaus bewusst. Zumal die Menschen im ländlichen Raum, die mit der Natur und der Jagd besonders verbunden sind, immer intensive Begleiter der Landeshubertusmessen waren.

Die Gottesdienstteilnehmer beeindruckt bei einem solchen Dankgottesdienst immer wieder die besondere Atmosphäre eines naturnah geschmückten Kirchenraumes, sowie der stimmungsvolle Wechsel zwischen gesprochenem Wort und jagdmusikalischer Umrahmung.

Besonderes die opulente Klanglichkeit von ca. 50 Parforcehörnerbläserinnen und -bläsern aus ganz Schleswig-Holstein und Gästen aus Hamburg und Niedersachsen hinterlässt bei vielen Zuhören ein tiefes seelisches Erlebnis, wie vielleicht nur noch bei hohen kirchlichen Festen oder großen Chorkonzerten.

Die sehr unterschiedlichen Stücke der jagdmusikalischen Umrahmung entstammen zu großen Teilen aus dem katholischen Messritus der französischen „Grande Messe de St. Hubert“. Der Heilige Hubertus, der Schutzpatron der Jäger, steht deshalb für alle Hubertusmessen Pate. Auf ihn besinnen sich die Jäger, wenn sie ihm zu Ehren alljährlich um seinen Namenstag herum, dem 3. November, diese Dankgottesdienste feiern.

Seit Neuem werden aber unterschiedliche Kompositionen und Arrangements verschiedener zeitgenössischer Komponisten in den Gottesdienst mit einbezogen, die sich an die liturgischen Stücke der Hubertusmesse anlehnen.

So hat Prof. Uwe Bartels mehrere Stücke z.B. „Das Gebet der Jäger“ und das „Kyrie“ neu arrangiert, bzw. komponiert.  Besonders eindrucksvoll ist hier, wie auch in anderen Stücken,  das Zusammenspiel von Orgel und Bläsern, denn in den meisten Hubertusfeiern kommt die Orgel nicht zu Gehör. Michael Mull, der die musikalische Leitung der Messe übernommen hat, hat zu dem Choral „Die Ernt ist nun zu End“ einen Satz für Parforcehörner geschrieben, die mit Orgelbegleitung  zu hören sein wird.

Jörn Neupert

MELUR-Pilotprojekt Katzenkastration

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Bild: Heins Hess

Katzen sind süße Jäger.

Bekannt ist, dass dieser kleine Räuber sich gern an der heimischn Vogelwelt vergreift. Hinzu kommen auch Amphibien und kleine Säugetiere.  Im Vokus stehen dabei Katzen die ausgesetzte oder wild geboren werden und frei auf Bauernhöfen leben. Der deutsche Tierschutzbund (DTB) schätzt die Zahl der verwilderten Katzen in Deutschland auf etwa zwei Millionen. Hochrechnungen auf Basis zahlreicher Studien belegen, dass verwilderte Katzen und Hauskatzen in Deutschland mindestens 100 Millionen Vögel pro Jahr und 300 Millionen kleine Säugetiere erbeuten. Nicht umsonst listet die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Katze auf Platz 39 der 100 gefährlichsten invasiven Arten. 

Problematisch ist, wennn Katzenhalter die potentiellen Schäden ihrer Tiere ignorieren oder wenn das wilde Vermehren in Stallungen durch Nichtkastration zugelassen wird. Der DJV fordert seit Jahren das Paderborner Modell, das eine Registrierungs- und Kastrationspflicht für Hauskatzen vorsieht. Sind Haustiere einmal registriert, kommt der Halter nicht so leicht aus der Verantwortung. Die Kastration stoppt die ungeplante Vermehrung. Nur so kann der Teufelskreis von mehr und mehr verwilderten Hauskatzen durchbrochen werden. „So lange diese Maßnahme nicht umgesetzt ist, rufen wir alle Jäger dazu auf, verwilderte Katzen fernab von Siedlungen in Kastenfallen lebend zu fangen und im nächsten Ordnungsamt abzugeben“, sagt Dr. Wolfgang Bethe. „Das ist zwar eine Verlagerung des Problems auf Kosten der ohnehin schon unterfinanzierten Tierheime, aber das ist offenbar der Wunsch der Gesellschaft.“  

In Schleswig-Holstein versucht man in einem Pilotprojekt, der Katzenschwemme durch Kastration, Chipkennzeichnung und Erfassung herzuwerden. „Mit diesem Projekt wollen wir dazu beitragen, das Elend von freilaufenden Katzen einzudämmen. Es macht Sinn, von vornherein darauf zu achten, dass Katzenpopulationen nicht zu stark wachsen. Wir appellieren daher an alle Halterinnen und Halter von Katzen, ihre Tiere kastrieren zu lassen“, sagte Staatssekretärin Silke Schneider.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten Kommunen, Land, Tierschutzverbände und Tierärzteschaft mit einem gemeinsamen Projekt zur Kastration von Katzen aufgerufen. Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Halterinnen und Halter von Katzen unter Gewährung von Zuschüssen zu motivieren, ihre Tiere kastrieren und in einer Datenbank erfassen zu lassen, um das Leiden der Tiere unter der teilweise hohen Populationsdichte zu verringern. Freilaufende Katzen wurde zahlreich durch Jäger diesem Projekt zugeführt. Wichtig dabei ist, dass die kastrierte Katze dann wieder in ihr angestammtes Revier kommt um eine Besiedlung durch eine andere nichtkastrierte Katze zu verhindern.

168.000 Euro stehen für die Aktion derzeit bereit. 200.840 Euro wurden für den Probelauf im Herbst 2014 aus dem Fonds aufgewendet. Der Honorarverzicht der Tierärzte kam mit 69.075 Euro hinzu. Die Gelder kamen von Land, Kommunen und vorallem privaten Spendern.

Ungeklärt ist, ob das Projekt Übergriffe auf unsere heimischen Fauna zukünftig verhindern kann. Ein aufweniges Monitoring könnte diese Frage klären.

Landesparcoursschießen &quot;Flinte&quot;

Unbenannt

Landesmeister Aller Klassen:

1. Gröhn Hans Christian (anwesend zum Stechen)

2. Olav Schreiner (nicht anwesend zum Stechen) 

3. Faden Hans Jörg

  

Dammenklasse:

 

1. Anja Reese 

2. Lynn Rehder 3. Solvej Schink

Karolin Klar hat als Gast geschossen und ist daher nicht in der Wertung

  

Offene Klasse:

1. Olav Schreiner

2. Faden Hans Jörg

3. Klink Stefan (anwesend zum Stechen)

4. Velfe Stefan (nicht anwesend zum Stechen)

  

Junioren Klasse

1.Gröhn Hans Christian

2. Malte Breckling (anwesend zum Stechen)

3.Bothmann Marc (nict anwesend zum Stechen, 6xTreffer 2)

4.Mordhorst Thies (nicht anwesend zum Stechen 12xTreffer 2)

  

Alters-Senioren Klasse:

1. Fester Kurt (nicht anwesend zum Stechen 5xTreffer 2)

2. Walter Hartmiut (nicht anwesend zum Stechen 6xTreffer 2)

3.Koops Klaus (nicht anwesend zum Stechen 5xTreffer 2)

4.Bürger Burkhard (nicht anwesend zum Stechen 7xTreffer 2)