Kreisjägerschaft Plön: Durchblick für Ostseeschule Blekendorf

Lernort NaturFür die Schüler der Ostseeschule Blekendorf war die Aufregung groß, als der Obmann für Naturschutz und Begrünung der Kreisjägerschaft Plön und Förster Thorolf Wellmer am 11. Februar 2014 drei hochwertige Ferngläser offiziell an die Wald- und Naturkunde AG der Schule überreichte. Die Gläser sind eine Spende des Hegeringes II, der schon lange und erfolgreich eine Patenschaft mit der Ostseeschule pflegt. Endlich können die Schüler mit leistungsstarken Gläsern die Tiere und Vögel des Schulwaldes genauer beobachten. Damit sorgen die Jägersleute bei ihren Patenkindern einmal mehr für den Durchblick! Die Ferngläser wurden schon von der „Wald“ – AG freudig erwartet und werden ab sofort regelmäßige Verwendung im Unterricht finden.

„Unser Landesjagdverband Schleswig-Holstein ist ein anerkannter Naturschutzverband, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Natur zu bewahren, aber auch Rückzugsräume zu schaffen, in denen bedrohte Arten eine Chance zum Überleben haben“, erklärt Wellmer. „Dass diese Arbeit sehr wichtig ist, müssen wir Jäger den Kindern in der Region vermitteln. Die Naturbeobachtung ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung.“

Thorolf Wellmer

Kreisjägerschaft Neumünster: Jäger in der Waldorfschule

Was ist der älteste Beruf der Welt? Mit dieser Frage beschäftigten sich im Rahmen eines Projektes über Berufe die Kinder der 3. Klasse der Waldorfschule in Neumünster. Die Antwort gaben ihnen am 11.02.14 die Jäger Gerd Riese, Otto Stange und Ingbert Tornquist. Die Jäger berichteten von den Anfängen der Jagd in der Steinzeit zur Gewinnung von Fleisch und Fellen mit Steinschleuder und Speer bis zur heutigen Jagdausübung.

Gern erzählten die Kinder auch von ihren eigenen Erlebnissen mit Wildtieren und zeigten dabei schon sehr gute Kenntnisse über unsere häufigsten Wildarten. „Wie überleben die Tiere im Winter?“ „Ist das Schießen nicht gefährlich?“ Mit guten Fragen wurden die Jäger von den Kindern gelöchert.

Die Jäger erklärten anschaulich, dass auch heute noch die Jagd der Gewinnung von Lebensmitteln dient. Die Kinder, die schon einmal Wildfleisch gegessen hatten, bestätigten den guten Geschmack des Fleisches.

Ausgiebig nahmen die Kinder die Gelegenheit wahr, den mitgebrachten Rauhaardackel Binse zu streicheln. Die Aufgaben des Hundes bei der Jagd wurden bei der Gelegenheit beschrieben. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Gehörnstange, die begeistert entgegen genommen wurde.

Ingbert Tornquist

KJS Kiel on Tour

Auch in diesem Jahr ist das Info-Mobil wieder mit der Kieler Jägerschaft beim Kids-Festival auf der Wiese neben dem Seehundbecken auf der Kiel-Line vertreten. Die Kinder und Eltern haben tausend Fragen und können an Schautafeln, Fühlkästen und Tierpräparaten ihr Wissen testen.

Helfer werden noch zahlreich benötigt. Motivierte melden sich bitte zur Schichteinteilung bei mir unter  jk@kjs-kiel.de

Wir starten am Samstag, den 10. und am Sonntag, den 11.05.2014 um 10 Uhr. Über zahlreiche Zusagen würde ich mich sehr freuen.

Julia Kirschning

Große Themenvielfalt auf der AnJa Neumünster

Der Countdown läuft: vom 14. bis 16. März öffnet die Messe „Angeln & Jagen“, kurz AnJa, in die Holstenhallen in Neumünster erneut ihre Pforten. In den frisch renovierten Hallen 1 und 2 präsentieren regionale und überregionale Aussteller drei Tage lang von Ruten und Rollen über Waffen, Wildkühlschränke und Hochsitze bis hin zu Forstbekleidung und Trachtenmode alles, was die Herzen von Anglern, Jägern und Naturfreunden höher schlagen lässt. Vor allem der Angelbereich ist in diesem Jahr mit einer beachtlichen Anzahl an Ausstellern stark vertreten, und gleich mehrere Autohäuser präsentieren sich mit Geländefahrzeugen. Das Rahmenprogramm verspricht ebenfalls eine große Vielfalt und allerlei Kurzweil.

Ein stets bei den Besuchern der AnJa beliebtes Highlight ist dabei beispielsweise das Thema Bodden-Angeln, dem sich Guide Andreas Krüger widmet. Der Fachmann gibt Tipps und Tricks, die es beim Angeln in Küstengewässern der Ostsee zu beachten gilt. Doch auch zu den Bereichen Aalbesatz in Schleswig-Holstein oder Zanderangeln mit Kunstköder gibt es wertvolle Vorträge, und am Wobbler-Pool werden verschiedene Kunstköder vorgeführt.

Zahlreiche Jagdhornbläser ziehen die Besucher der AnJa in ihren Bann: die Eröffnungsfeier am Freitag wird musikalisch vom Jagdhorn-Bläser-Korps Neumünster begleitet; an den Folgetagen geben die Jagdhornbläser Dreelöper, Hohenwestedt, Schleswiger Geest und Steinburg ihr Können in Sachen Jagdsignale und Jagdleitsignale zum Besten. Ebenfalls bei den Besuchern sehr beliebt sind die Vorführungen der Jagdgebrauchshundvereine, die darüber informieren, welche Hunderassen für welche Jagdmethode am besten geeignet sind. Zudem informiert der Landesjagdverband Schleswig-Holstein ganztägig zum Thema Lockjagd, während es am Stand des Deutschen Falkenordens Hinweise zum Thema Beizjagd gibt.

Die kleinen Besucher sollen natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen – beim Lernort Natur kann Natur hautnah erlebt, angefasst oder ertastet werden. Als Highlight für Besucher aller Alterklassen präsentiert der Schriftsteller Carsten Feddersen selbst verfasste Jagdgeschichten, die vortrefflich auf das Thema Jagd einstimmen und Lust auf mehr machen.

Geöffnet ist die AnJa in Neumünster von 14. bis 16. März an allen drei Messetagen jeweils von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt sieben Euro (ermäßigt fünf Euro). Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre zahlen drei Euro und Kinder unter zwölf Jahren (in Begleitung Erwachsener) haben freien Eintritt. Hunde benötigen einen gültigen Impfausweis gemäß den behördlichen Bestimmungen. Für Fragen rund um die Messe steht Branchenprofi Michael Böttcher unter der Rufnummer 0451-899 06 445 oder der E-Mail-Adresse  mb@angelnundjagen.com gerne zur Verfügung.  Weitere Informationen können im Internet unter www.angelnundjagen.com abgerufen werden.

Jägersilvester

Am 4. April 2014 ist es wieder soweit: Zum dritten Mal lädt jugendPROnatur zum legendären Jägersilvester ein. Gefeiert wird der Beginn des neuen Jagdjahres im Gasthof unter den Linden in Grönwohld – bekannt aus der NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder”. Bei „Lütt un Lütt” (Bier und Köm) darf geschnackt, gebalzt und getanzt werden. Wer die Veranstaltung … Weiterlesen

Unterordnungskurs für Jagdhunde

Unterordnungskurs für Jagdhunde   Auch in diesem Jahr bietet die Kreisjägerschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg wieder einen Unterordnungskurs für die vierbeinigen Jagdhelfer in der jagdfreien Zeit an.   Zielgruppe des Kurses ist u.a.: – Erstlingsführer, die sich auf die jagdlichen Prüfungen vorbereiten wollen und einen Zugang zu Ihrem neuen Teammitglied suchen. – Hundeführer, die die … Weiterlesen

Afrikanische Schweinepest aktuell in Polen bei Wildschweinen nachgewiesen – Land appelliert …

Nachdem die afrikanische Schweinepest in dieser Woche erstmals in Polen im Grenzgebiet zu Weißrussland bei zwei verendeten Wildschweinen nachgewiesen wurde, steigt die Gefahr einer Weiterverbreitung in der EU. Die Erkrankung tritt auch in Russland, Weißrussland und der Ukraine auf und bedroht Millionen von Haus- und Wildschweinen. Das Virus kann in rohem Fleisch und geräucherten oder gepökelten Fleischprodukten monatelang überleben. Die Erkrankung kann durch achtlos weggeworfene tierische Lebensmittel auf Wildschweine und Hausschweine übertragen werden.

Aus Nicht-EU Ländern dürfen keine tierischen Lebensmittel eingeführt werden. Auch aus Litauen oder Polen sollte kein Schweinefleisch oder Erzeugnisse daraus , z.B. durch Berufskraftfahrer und Reisende mitgeführt werden.

Das Land appelliert eindringlich, Lebensmittel des persönlichen Bedarfs nur in den dafür vorgesehenen geschlossenen Mülltonnen an Park- und Rastplätzen der Autobahnen und Bundesstraßen sachgerecht und sicher zu entsorgen.

Daneben wurden aktuell für Landwirte und Jäger Merkblätter erstellt, die die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen die Einschleppung des Virus zusammenfassen. Diese sollten unbedingt beachtet werden.

Das Land wird in diesem Jahr ein Monitoring im Sinne eines Frühwarnsystems an erlegten und verendeten Wildschweinen auf Afrikanische Schweinepest durchführen.

Minister Habeck will Jagdrecht für Seehunde beibehalten

seehund mbSchleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat die Forderung von Tierschützern zurückgewiesen, Seehunde aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen. Das Jagdrecht erlaube in einigen Bereichen ein strengeres Schutzregime als das Naturschutzrecht, sagte Habeck am Mittwoch in Kiel. «Zum Beispiel wird Wilderei als Straftat mit empfindlicher Strafandrohung geahndet», erklärte der Minister. Seehunde seien seit 1974 streng und gut geschützt. Das werde über internationale Konventionen, EU-Richtlinien, Gesetzgebungen von Bund und Ländern sichergestellt.

 Ihre Betreuung werde durch rund 40 qualifizierte, speziell geschulte und vom Land beauftragte Seehundjäger gewährleistet. «Die Seehundjäger heißen zwar Jäger, aber sie jagen keine Seehunde.

Vielmehr kümmern sie sich ehrenamtlich um die gestrandeten, verletzten oder todkranken Tiere», erklärte Habeck. «Sie entscheiden, ob ein Seehund am Ort zu belassen ist, in einer Seehundstation behandelt oder getötet wird, weil er höchstwahrscheinlich bald sterben wird.»

Durch langjährige Erfahrung hätten sie einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit gesunden und kranken Seehunden. Sie würden die Tiere lieben: «Es fällt keinem Seehundjäger leicht, schwer kranke Seehunde zu töten, aber wenn es darum geht, sie von ihrem Leiden zu erlösen, ist das ihre Aufgabe», sagte Habeck. Regelmäßige Untersuchungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover hätten immer wieder ergeben, dass die Seehundjäger die richtigen Entscheidungen über den Gesundheitszustand von Seehunden getroffen hätten, erklärte der Minister.

 

Mehr zum Tierschutz der Seehundjäger.

KJS Plön unterstützt Schulprojekt in Lütjenburg

Lernort NaturDas Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum in Lütjenburg hat für einen anschaulichen und praktischen Schulunterricht an Gymnasium und Gemeinschaftsschule alles direkt vor seiner Tür: ein kleiner Teich, ein Wäldchen und eine Streuobstwiese. An Ideen fehlt es nicht, dieses Kleinod optimal zu nutzen, aber leider am Geld. Malte Puck, Mitglied der Kreisjägerschaft Plön, und seine Frau, Anne Puck, beide engagierte Lehrer am Schulzentrum wandten sich an den Vorstand und warben um Geldmittel für die Realisierung der Projekte „Grünes Klassenzimmer“ und „Anlage eines Naturlehrpfades“. Mit dem Bau eines befestigten Stegs und dem Bau einer Terrasse, der Anlage von Wildhecken und anderen Maßnahmen, welche die beiden mit ihren Schülerinnen und Schülern durchführen, soll die Attraktivität der  Außenanlagen für einen naturnahen und handlungsorientierten Unterricht gesteigert werden. Der Vorstand ist nach Besichtigung der Anlage begeistert und unterstützt das Projekt mit 500 Euro. In Zukunft ist eine engere Zusammenarbeit geplant. Im kommenden Jahr werden für zwei Informationstage rund um den Lebensraum und die Lebensweise des Wildes stattfinden. Die Anlage wird bestens in die Präsentation der Jäger hineinpassen.   

Josefine von Hollen

Für zwei Tage Jägerlatein an der Schule am Selenter See

Lernort NaturMitte November stand der Jägerwagen des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein zwei Tage auf dem Schulhof der Schule am Selenter See in Selent. Thorolf Wellmer und Josefine von Hollen von der Kreisjägerschaft Plön nahmen sich die Zeit ca. 340 Schülern von der ersten bis zur achten Klasse etwas über das heimische Wild zu erzählen. Gemeinsam mit den Biologielehrern der Schule – allen voran Frau Kerstin Stahl – wurden Arbeitsunterlagen für die verschiedenen Klassenstufen erarbeitet. Als Schwerpunktthema wählten die Lehrkräfte den Lebensraum und die Unterscheidungsmerkmale des Rotwildes, Damwildes und Rehwildes aus. Die Schülerinnen und Schüler sollten anhand des Geweihs bzw. des Gehörns die Wildarten erkennen lernen. Ebenso erfuhren sie, wie die Tiere aufgrund ihrer Größe oder anderer besonderer Merkmale wie z.B. der Wedel beim Damwild oder die Schürze beim Rehwild zu erkennen sind. Nach den Ausführungen am Jägerwagen wurde im Unterricht das Thema nochmals vertieft und die richtigen Antworten für die Arbeitsunterlagen gemeinsam erarbeitet. Thorolf Wellmer, der seit Jahren im Kreis Plön viel mit Schulklassen arbeitet, lobte die enge Zusammenarbeit mit den Lehrern sowie die gute Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen. Auch in den Pausen hatten die beiden Jäger keine Ruhe. Der Jägerwagen war stets umlagert. Kein Wunder, da die vielen Präparate wie Fuchs, Uhu, Wiesel und vieles mehr immer wieder Anlass für eine Erklärung oder eine interessante Information boten. Das erfolgreiche Projekt wird im nächsten Jahr mit einem neuen Thema wieder aufgegriffen – da sind sich Lehrer und Jäger einig.

Josefine von Hollen

Eine jagdliche Jahresarbeit an der Freien Waldorfschule zu Kiel (FWS-Ki)

Zeitungs-Bild 1 - Arved an seinem PräsentationstischSeid mal ehrlich, welcher junge Mensch möchte nicht mal aller Welt zeigen, was er kann und was er gelernt hat?
Nun, in der zwölften Klasse der FWS-Ki hatten die Schüler im Rahmen ihrer Jahresarbeiten Gelegenheit dazu!
Zur Erklärung gleich vorab: Die Jahresarbeit (auch Zwölftklassarbeit genannt) ist an den meisten Waldorfschulen fester Bestandteil im Laufe der Schulzeit. Der Sinn einer Jahresarbeit besteht u.a. darin, dass sich der Schüler ein Jahr lang intensiv mit einem Thema sowohl praktisch und/ oder künstlerisch, als auch theoretisch auseinander setzt.
Und hier kommt nun unser Jungjäger und Försterssohn Arved Manleitner aus Felde ins Spiel, über den ich kurz zu berichten beabsichtige.
Bereits in Spätsommer 2012 war ihm schon klar, dass sein Thema für die Zwölftklassarbeit einen jagdlichen Hintergrund haben sollte. Da sein Vater „in-seinem-ersten-Leben“ Berufsjäger und Dipl.-Ing. für den Bereich Forst war, musste Arved auch nicht lange nach einem geeigneten Mentor für seine Arbeit suchen. Zahlreiche Ansitze, Ratschläge und Lektionen, sowie vielfältige Mitarbeiten im Jagdrevier folgten bei ihren Zusammentreffen nun erst recht.
Mit seinem großen Bruder besuchte Arved schließlich den Jagdscheinausbildungskursus der Kreisjägerschaft in Kiel und konnte dann im Mai 2013 die Jägerprüfung gemäß „Landesverordnung über die Prüfung zur Erlangung des ersten Jagdscheines“ bestehen.
Viele seiner Klassenkameraden hatten sich um diese Zeit sicherlich noch nicht einmal Gedanken über das Thema ihrer Jahresarbeit gemacht.
Für den Jungjäger Arved begann von nun an die Sammlung der jagdlichen Leitgedanken für den schriftlichen Teil seiner Arbeit. Sie trägt die Überschrift: „Ausbildung zur Erlangung des ersten Jagdscheines und jagdliche Arbeiten in der Praxis“.
Ein kurzer Blick in das Inhaltsverzeichnis seiner beinahe 70 seitigen Ausarbeitung zeigt uns mehrere Erlebnis-Berichte von Ansitzabenden und auch von Drückjagden, über die er als Treiber von seinen Erfahrungen erzählt. Aber auch eher jagdlich-theoretische Fragestellungen finden wir hier. So setzt er sich mit der Darlegung von „was ist Jagd eigentlich?“ auseinander, aber informiert den neugierigen Leser auch über unterschiedliche Jagdarten, Wildarten, Jagdhunderassen und deren Ausbildung und Haltung, Waffensysteme und deren Pflege, die Besonderheiten unserer Jägersprache, die Jagdmusik mit den verschiedenen Jagdhörnern, die Leitgedanken der Waidgerechtigkeit bis hin zu einem „Reviergang“ durch sein persönliches Wild-Kochbuch. Die Rezepte, die er hier vorstellt, hat er alle selber ausprobiert. Dafür kamen ihm auch seine abgeleisteten Praktika in verschiedenen Hotel- und Restaurant-Küchen erneut sehr gelegen.
Um seinen jagdlich nicht vorbelasteten Mitschülern auch einen geschichtlichen Hintergrund aufzuzeigen, berichtet er außerdem noch über die Hubertus-Legende, die er dafür ein bisserl überarbeitet hat.
Die Vorstellung der Jahresarbeiten fand schließlich am 1. und 2. Februar im Hauptgebäude der Schule in Kiel vor einem öffentlichen Publikum statt und beinhalteten neben einem etwa zwanzigminütigen Vortrag oder Präsentation auch einen entsprechend gestalteten Tisch oder Stand zum jeweiligen Thema.
Seinen Präsentationsbereich hatte der Jungjäger Arved Manleitner mit einigen Präparaten dekoriert. Ja, selbst ein ehemaliger Weihnachtsbaum musste nochmal ´ran. Halbseitig aufgeastet und mit dem Rücken an der Wand wurde er zum Träger für einige ausgestopfte Vogel-Präparate. Und aus den unteren Zweigen schaute außerdem noch neugierig ein kapitaler Dachsrüde hervor.
Ein eindrucksvolles Damhirsch-Geweih und ein kapitales Rehbock-Gehörn zierten die Rückwand. Und neben einem Fuchschädel zum Vergleich mit einem Dachsschädel, lag auch unterschiedliches Info-Material zum Mitnehmen für Interessierte auf seinem Präsentations-Tisch. Besonders unter seinen hoch interessierten Altersgenossen, waren dann doch so einige, die sich auch selber vorstellen konnten, eventuell Jungjäger zu werden.
Arved hatte schließlich seinen souverän gehaltenen Vortrag zudem mit einer Power-Point-Präsentation hinterlegt. Besonders einen Punkt beleuchtete er dabei als „leidenschaftlicher Fleischesser“ besonders überlegt. Denn durch seine Gegenüberstellung des in Freiheit, Autarkie und in der Natur gewachsenen Wildbrets mit dem Fleisch aus zum Teil quälerischer Massentierhaltung faszinierte er seine gut 150 Zuhörer.
Tosender Applaus beendete seine Präsentation zuletzt und belohnte damit auch sein außergewöhnliches Engagement für seine jagdliche Zwölftklass-Jahresarbeit.
Wir wünschen ihm ein langes und interessantes Jägerleben mit stets viel Anlauf, Anblick und herzlich Waidmannsheil!

Thorolf Wellmer

Konzert des Deutschen Hornensembles in Bad Segeberg: Klassik-Echo-Preisträger treten in der …

Stolz sind sie, die Landwirtschaftkammer Schleswig-Holstein, die Segeberger Rotarier und die Kreisjägerschaft Segeberg, dass es ihnen gelungen ist, Deutschlands beste Hornbläser als Dozenten für ein Seminar und Konzert nach Bad Segeberg zu bekommen. 60 Teilnehmer haben sich für dieses Seminar angemeldet und der Höhepunkt findet am 8.März um 20.00 Uhr in der Marienkirche statt. Das „Deutsche Hornensemble“ nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise durch 4 Jahrhunderte Hornmusik sowie eine musikalische Reise durch verschiedene europäische Länder. Die Interpreten gehören nicht nur zu den Besten der Besten in Deutschland, sie alle haben einen ausgezeichneten Namen und ihr Können findet durch das Engagement in vielen großen Europäischen Orchestern einen Widerhall, der ihre Klasse geradezu unterstreicht.

Jeder Solist ist ein Perfektionist, ein Spezialist und ein Könner der Hornmusik. Zusammen bilden sie das Deutsche Hornensemble und wo sie dozieren und auftreten, sind die Seminare bereits nach kurzer Zeit ausgebucht und die Konzerte überdurchschnittlich gefüllt.

Wer sich für Hornmusik interessiert, wird in der Marienkirche in Bad Segeberg einen schönen Abend erleben können.

Oliver Kersken moderiert und führt die Besucher gekonnt durch das Programm, denn er ist international ein gefragter Musiker und bekannt für großartige alte Musik. Anerkennende Auszeichnung war die Verleihung der Klassik Echo 2002.

Dass Hornmusiker der Spitzenklasse rar sind, beweist Christoph Moinian. Solohornist der Mecklenburgischen Staatskapelle und der Cappella Coloniensis beim WDR. Als Gast in Barockorchestern von Amsterdam und Toronto begründete Moinian seinen internationalen Ruf.

Joaquim Palet spielte in verschiedenen großen Orchestern, so z.B. bei der Neuen Düsseldorfer Hofmusik und dem Gewandhausorchester. Zudem ist er Solohornist am Staatstheater Oldenburg.

Stefan Oetter ist in Schleswig-Holstein kein Unbekannter, gehörte er doch zu den Teilnehmern der ersten Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals. Seine Ausbildung erhielt Stefan Oetter an der Clara-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf. Seit Jahren gehört er als „Künstler der Alten Musik“ auf dem Natur- und Ventilhorn zu den gefragtesten Solisten für die verschiedenen großen Orchester, wie z.B. dem Mahler-Chamber-Orchestra.

Als Gast tritt dann noch Lars Mechelke auf, der als tiefer Hornist bei den Nürnberger Symphonikern beschäftigt ist.

Alle fünf Solisten sind ein Garant für ein interessantes Hornkonzert in der Segeberger Marienkirche. Die Nachwuchs-Hornisten des vorgeschalteten Horn-Lehrganges kommen ebenfalls zu Gehör, denn das Konzert gehört mit zum Seminarprogramm.

Der Reingewinn dieses Benefizkonzertes fließt ausschließlich in ein AIDS-Waisen-heimprojekt in Namibia. (www.aids-waisenheim-haven.de)

Kein Tierschutz ohne Seehundjäger

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Seehundjäger leisten einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz an der schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeküste. Der Landesjagdverband steht hinter der Arbeit seiner ehrenamtlichen Seehundjäger.

 

„Abballern“, „Mörder“ und „Lusttöter“, das alles müssen die knapp 40 ehrenamtlichen Seehundjäger im Dienste des Landes Schleswig-Holstein über sich ergehen lassen.

 

Seehundjäger haben entlang der Küsten unter anderem die Aufgabe, tote Seehunde einzusammeln. Doch nicht immer, wenn sie gerufen werden, sind die Tiere tot. Oft klingelt das Telefon, wenn verhaltensauffällige Tiere – meist sind es kranke oder verwaiste Heule – an den Stränden gefunden werden. Dann entscheidet der speziell ausgebildete Seehundjäger, ob das Tier gute Chancen hat allein zu überleben oder ob es den Transport in die Seehundaufzuchtstation nach Friedrichskoog schaffen würde. Doch manchmal sind die Tiere so geschwächt und krank, dass der Seehundjäger die Entscheidung treffen muss, die Qualen und das Leiden der Tiere zu beenden. „Niemandem fällt es leicht, eine solche Entscheidung zu treffen. Wer schon einmal vor einer solchen Entscheidung stand und seine geliebte Katze oder seinen Hund von einen Tierarzt hat töten lassen müssen, weiß wovon ich spreche“, so Andreas Schober, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

 

Nachdem diese Entscheidung aus Tierschutzgründen nun auf der Insel Sylt gefällt werden musste, stehen die Seehundjäger in der Kritik. „Es gibt keine andere, sinnvolle Alternative“, so Schober. Wie wertvoll die Arbeit der Seehundjäger ist, zeigt sich darin, dass allein im vergangenem Jahr 155 Seehunde in der einzigen Seehundaufzuchtstation des Landes in Friedrichskoog aufgepäppelt und wieder ausgewildert werden konnten.

 

Darüber hinaus werden die toten Seehunde veterinärmedizinisch untersucht. Diese Untersuchungen im Auftrag des Tierschutzministeriums belegen, dass bislang alle Tiere, die von Seehundjägern erlöst wurden, krank, nicht überlebensfähig und ihnen damit längeres Leid erspart werden konnte.

 

Darüber hinaus sind seit Beginn der Seehundzählungen 1975 noch nie so viele Tiere erfasst worden, wie im letzten Jahr. Der Bestand im Wattenmeer beträgt demnach 39.400 Seehunde.

 

Nächste Landespflanzenbörse erst 2015

Die Landwirtschaftskammer und der Landesjagdverband Schleswig-Holstein haben sich darauf verständigt, der Landespflanzenbörse nach 25 Jahren mal eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Da die hohen Sturmschäden zu einem Engpass an Pflanzen bei den Baumschulen geführt haben und die Mitarbeiter der Kammer in der Sturmaufbereitung gebunden sind, nutzen wir die Zeit, um Konzept der Landespflanzenbörse in diesem Jahr grundlegend zu überarbeiten, so dass die Veranstaltung in 2015 voraussichtlich auf Gut Görtz stattfinden kann.

Jagdminister Robert Habeck stellt Jagd- und Artenschutzbericht 2013 vor: „Der Artenschutz …

Bericht Jagd ArtenschutzDer Rückgang der Biodiversität ist in Schleswig-Holstein weiterhin ein Problem, auch wenn sich durch Naturschutzarbeit einzelne Erfolge beim Erhalt von Pflanzen-und Tierarten zeigen. Das machte Umweltminister Robert Habeck heute (2. Dezember 2013) bei der Vorstellung des Jagd- und Artenschutzberichtes 2013 in Kiel deutlich. „Der Erhalt von Biodiversität verlangt große Anstrengungen. Aber sie eine unserer Lebensgrundlagen, und ohne Artenvielfalt wäre unsere Heimat arm. Wenn Arten aussterben, sind die Folgen für das Ökosystem unabsehbar. Deshalb sind wir gehalten, Pflanzen- und Tierarten zu schützen“, sagte Habeck. „Dem Engagement von Naturschützern, Jägern und Landwirten ist es zu verdanken, dass wir auch Erfolge sehen – trotz des Verlustes von Grünland und Biotopen, trotz des starken Maisanbaus und der Gülleausbringung.“

Zu diesen Erfolgen zählen beispielsweise die Entwicklung bei Kranich, Seeadler und Trauerschnäpper. So hat sich der Brutbestand bei Kranichen von 2005 (knapp 200 Brutpaare) auf etwa 420 im Jahr 2013 erhöht. Ein entscheidender Faktor ist hier etwa die Renaturierung von Feuchtgebieten. Auch bei den Seeadlern verlief die Entwicklung positiv: Gab es 2003 noch 39 Brutpaare, waren es 2013 schon 73. Beim Trauerschnäpper, einem Singvogel, dessen Bestandsentwicklung in Europa in den letzten beiden Jahren negativ verlief,  zeigten Maßnahmen aus dem Artenhilfsprogramm Wirkung: In geeigneten Wäldern werden seit 2009 spezielle Nistkästen ausgebracht. Die Brutbestände konnten deutlich erhöht werden; die Zahl der Brutpaare stieg im Projektgebiet von 85 im Jahr 2009 auf 215 im Jahr 2013.

Allerdings zeigt sich bei einigen Arten weiterhin ein gravierender Negativtrend. Hierzu zählen nach wie vor die Wiesenvögel, die Schleiereule und der Graureiher Bei vielen Niederwildarten wie Feldhasen und Fasanen sind die Jagdstrecken – ein Indikator für den Bestand der Tiere – seit Jahren negativ. „Der veränderte Lebensraum durch den Wandel in der Landwirtschaft ist für viele Arten eine Gefahr. Dem entgegenzuwirken ist eine Daueraufgabe“, sagte Habeck. Bei den Fasanen hat sich beispielsweise die Jagdstrecke seit dem Jagdjahr 2003/04 von rund 16.600 auf rund 8.400 im Jagdjahr 2012/2013 fast halbiert.

Ganz anders ist die Entwicklung  bei den Schalenwildarten (Rot-, Dam-, Reh- und Schwarzwild). Hier steigen die Jagdstrecken von Jahr zu Jahr. So erhöhte sich die Jagdstrecke beim Schwarzwild  seit dem Jagdjahr 2000/01 von knapp 5.800 auf mehr als 14.700 Tiere im Jahr 2012/13. 1980/81 hatte sie noch bei knapp 1.600 Tieren gelegen. Diese Wildarten profitieren offensichtlich vom Landschaftswandel. Sie verursachen auch Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft.

Problematisch sind die hohen Zahlen der Wildunfälle mit den großen Schalenwildarten. 2012/13 wurden 12.818 Tiere (Rot-, Dam-, Sika-, Reh- und Schwarzwild) getötet. Im Jahr davor fielen 12.703 Tiere dem Verkehr zum Opfer. „Hier gilt es vor allem in der dunkeln Jahreszeit, als Autofahrer besser aufzupassen“, sagte Habeck.

Eckpfeiler für den Artenschutz sind  – neben dem hohen ehrenamtlichen Engagement – in Schleswig-Holstein das Artenhilfsprogramm und der Vertragsnaturschutz. 2013 flossen in beide Programme zusammen etwa 7,8 Millionen Euro (davon 4,3 Millionen EU-Kofinanzierungsmittel).

Als Beispiel für Vertragsnaturschutz nannte Habeck das Pilotprojekt „Greening für Bienen“.  Hier stellen Landwirte Blühstreifen für Imker zur Verfügung. Die Honigbiene gilt als Indikatorart für den Zustand der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Findet sie nicht genügend Nahrung, ist das Angebot an Blütenpflanzen auch für viele andere Insekten und damit auch für insektenfressende Vögel nicht mehr ausreichend. Auch im Pflanzenartenschutz konnten Erfolge erzielt werden. Beispiel ist etwa der vom Aussterben bedrohte Kriechende Sellerie, der durch gezielte Neuansiedlungen auf Naturschutzflächen gestützt wurde.  

Der Jahresbericht 2013 – Jagd und Artenschutz kann telefonisch oder per e-Mail kostenlos angefordert werden. (0431/988-7146 oder Broschuere@melur.landsh.de) . Er steht außerdem auf der Homepage des Umweltministeriums zeitnah zum Download zur Verfügung.

9. Landeshubertusmesse im Dom von Ratzeburg

IMGP0598Rundherum von Wasser umgeben, auf dem höchsten Punkt der nördlichen Altstadtinsel Ratzeburgs, ragt der Dom als die älteste romanische Backsteinkirche Norddeutschlands weit über die Dächer der Stadt. Angestrahlt von vielen Lampen luden er und die gastgebende Kreisjägerschaft Lauenburg am Samstag, 16. November 2013 um 18:00 Uhr, ca. 700 Besucher in seine Mauern, darunter Persönlichkeiten von Rang und Namen. Die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn und ihr Team schufen nach monatelangen Vorbereitungen ein organisatorisches, optisches und akustisches Meisterwerk für alle Teilnehmer.

Als oberster Repräsentant des Landes besuchte der Präsident des schleswig-holsteinichen Landtages, Herr Klaus Schlie mit seiner Gattin, ebenso wie der Präsident des Landesbauernverbandes, Herr Werner Schwarz und der Präsident des Landesjagdverbandes, Herr Dr. Baasch mit Gattin den Gottesdienst.

Zu dieser alle zwei Jahre stattfindenden Landeshubertusmesse hatten sich weit über achtzig Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Landesgebiet Schleswig-Holsteins, aus Hamburg und Niedersachsen angemeldet, nicht nur, um gemeinsam zu musizieren, sondern um das jagdliche Brauchtum und „St. Hubertus“, den Schutzpatron der Jagd zu würdigen und den Schöpfer im Geschöpfe zu ehren. Nach einem ganztägigen Probenseminar im Oktober 2013 im Schießleistungszentrum Kasseedorf wurde intensiv am Freitagabend und am Samstag im Dom für den Auftritt geprobt, um aus vielen Individualisten einen einheitlichen Klangkörper zu formen. Dieses gelang wieder einmal eindrucksvoll dem musikalischen Leiter, Herrn Michael Mull aus Lübeck. Im Dialog zu den Hörnern begleitete Frau Ulrike Meyer-Borghardt die Bläser an der neu renovierten Rieger-Orgel.

Nach dem imposanten Einzug der 86 Bläserinnen und Bläser in Begleitung von Domprobst Gerd-Axel Reuß begrüßte das Bläsercorps „Herzogtum Lauenburg Nord“ mit dem „Fürstengruß“ die Gottesdienstbesucher und Akteure.

Die Hubertuslegende wurde von dem Schauspieler, Vorleser und Rezitator Clemens von Ramin mit seiner unnachahmlichen sonoren Stimme vorgetragen.

IMGP0593Die unterschiedlichen Stücke der jagdmusikalischen Umrahmung des Gottesdienstes entstammen überwiegend der französischen „Grande Messe de St. Hubert“. Neuere Kompositionen und Arrangements erlauben das Zusammenspiel von Parforcehörnern und der Orgel, welches es in früherer Zeit nicht gab. Hierfür verdient gemacht hat sich Prof. Uwe Bartels, der eine Reihe von Bearbeitungen historischer Werke vorgenommen und auch Neukompositionen für eine Messe geschaffen hat. Zu dem Choral „Die Ernt ist jetzt zu End“ hat Michael Mull einen Satz für Parforcehörner geschrieben.

Nach dem stimmgewaltigen „Introitus“, bei dem den Zuhörern beinahe das Blut in den Adern gefror, folgten einige virtuose Solopartien im „Kyrie“, „Sanctus“ und im „Gebet der Jäger“. Michael Mull hat mit sehr viel Einfühlungsvermögen das Maximum aus den Musikern herauskitzeln können.

Hochkonzentriert folgten sie begeistert seinem zum Teil ausladenden und motivierenden Dirigat und kamen daraufhin zu persönlichen Höchstleistungen. Der Kulminationspunkt wurde in der Interpretation der „Glocken“ erreicht. Dieses Stück veranlasste spontan die Zuhörer zu Beifallsstürmen, worauf Domprobst Reuß die Gemeinde bat, die Kräfte bis zum Schluss zu sparen.  

Die ausdrucksstarke Predigt von Domprobst Reuß hatte u.a. das Zitat von Albert Schweitzer zu Inhalt:

“Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“

„Albert Schweitzer sei einer der ersten gewesen, die uns eingeschärft haben: Wir haben nur ein Leben und nur eine Erde, deren Teil wir sind und die es Wert ist, in ihr und auf ihr zu leben.

Jagd ist seit Jahrtausenden elementarer Bestandteil des Menschseins.
Die Bewirtschaftung eines Jagdreviers ist nicht nur Leidenschaft und Vergnügen, sondern auch notwendiger Ausgleich zu einem anstrengenden Alltag, Erholung pur sozusagen. Dies schließt die Hege und Pflege des Tierbestandes und Reviers mit ein, so dass unsere heutige Kulturlandschaft auch künftig Erholungsraum für Mensch und Tier bleibt.

Für uns alle ist wichtig, dass wir uns als Teil der großen Schöpfung Gottes begreifen und erleben, damit wir es bewahren und die Grundlagen unseres Lebens nicht rücksichtslos ausbeuten und zerstören, denn, wir haben nur diese eine Erde!“

IMGP0546Der Dankgottesdienst der Jäger um den „Hubertustag“ herum ermuntert immer wieder aufs Neue Menschen die mit Natur und Jagd verbunden sind, die besondere Atmosphäre eines mit den Gaben der Natur geschmückten Gotteshauses zu besuchen und dem stimmungsvollen Wechsel zwischen gesprochenem Wort und rauer Urwüchsigkeit der Parforcehörner zu lauschen. Tiefe Ergriffenheit, Spontanbeifall und begleitende Tränen der Rührung waren den beseelten Besuchern dieses Landeshubertusmesse nicht peinlich.

Bericht und Fotos von Rolf und Evi Grothkopf

Kreisjägerschaft Rendsburg-Ost – Lernort Natur auf dem Gut Kluvensiek / Bovenau 2013

Lernort NaturUnter dem Motto „schlau werden wie ein Fuchs“ trafen sich am 02. September auch bei regnerischem Wetter pünktlich um 08:00 Uhr auf dem Gut Kluvensiek 5 Schulklassen mit insgesamt 110 Schülern der Schulen Schacht-Audorf, Bredenbek und Felde.    

Hier hatten die Jäger des Hegering Bovenau  bereits zum 8. Mal die Kinder zum jährlichen „Jagdparcour“ eingeladen.
Es galt 19 verschiedene Stationen auf dem Rundkurs anzulaufen, um hier Fragen aus Feld und Flur zu beantworten, oder das eigene Geschick in Form von lustigen Spielen unter Beweis zu stellen.
An den einzelnen Stationen mussten Fragen zum Thema Hundewesen, heimische Entenarten, Verhalten im Wald,  Wildschweine, Jagdhörner, verschiedene Pflanzen und Baumarten nach kurzer Erklärung durch den Jäger auf einem Fragebogen beantwortet werden.

Anschließend konnten sich alle Beteiligten bei einer Grillwurst und kalten oder warmen Getränken ordentlich stärken und am „Infomobil“ des Landesjagdverbandes noch einmal eine Menge Präparate der heimischen Tierwelt anschauen und erklären lassen.

Als das Signal „sammeln“ durch die Jaghörner erklang und alle Kinder beisammen waren, wurde durch den Jugendobmann Torben Peede die Siegerehrung vorgenommen.
Als Sieger ging die 4C Klasse der Schule Schacht-Audorf hervor und konnte den Wanderpokal in Empfang nehmen.
Zweiter wurde die 4 Klasse der Schule Bredenbek und als dritter Sieger ging die Schule Felde hervor.

Zu Abschluss bekamen alle Schüler den Baum des Jahren, einen Wildapfel zum einpflanzen mit auf den Heimweg, um diesen erlebnisreichen Tag lange in Erinnerung zu behalten.
Bedanken möchte sich der Hegering Bovenau bei allen Beteiligten und den Sponsoren, ohne die eine solche Aktion nicht möglich wäre.


Claus Siebcken
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit
Hegering Bovenau

Kreisjägerschaft Kiel – Kieler auf der Pirsch beim Langen Tag der Stadtnatur

Lernort NaturSchon zum dritten Mal wurde auch dieses Jahr wieder am 24. und 25. August die Natur in der Landeshauptstadt in den Mittelpunkt vieler Veranstaltungen in Kiel gerückt. Während Imker, Musiker, Fledermausfreunde und Literaten das Thema auf ihre Art angegangen sind, befand sich Kiel-Hammer auch dieses Jahr wieder rund um das Jagd- und Umweltbildungszentrum (JUbiz) der Kreisjägerschaft fest in der Hand der Jäger und Jagdfreunde. Über zwei Tage verteilt haben sich 120 Besucher über die Jagd und unser Wild informiert, viele Nistkästen für Meisen gebaut oder sind mit einem Jäger zu einem Pirschgang durchs Revier inklusive Jagdhundevorführung aufgebrochen.

Das JUbiz wurde in einem Arbeitseinsatz von insgesamt 150 ehrenamtlichen Arbeitsstunden eine Woche zuvor noch auf Vordermann gebracht. So hat der Schuppen ein neues Dach bekommen und ist nun neben dem Haupthaus uneingeschränkt nutzbar für diverse Aktionen wie zum Beispiel für Messerschleifseminare.

Die Idee des JUbiz liegt darin, Jägern in Kiel und Umgebung eine Möglichkeit zur Aus-, Fort- und Weiterbildung zu geben. Nicht-Jäger wie zum Beispiel Kindergruppen haben die Möglichkeit, sich die Natur der Umgebung von Jägern auf eine ganz besondere Weise zeigen zu lassen.

Die nächsten Aktionen im JUbiz in Kiel werden an dieser Stelle wieder bekannt gegeben.

Julia Kirschning
Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit

Kreisjägerschaft Flensburg – Großes Interesse erregt

Lernort NaturDa die Ausstellung schon einmal erfolgreich war  hatte Kreisjägermeister Heinrich Sievertsen erneut Verbindung mit der Besitzerin der Südermarkt-Apotheke in Flensburg, Frau Scheel, aufgenommen. Er musste sie nicht lange überzeugen und ihr Hauptschaufenster wurde für die Ausstellung der Präparate von Tieren unserer Heimat frei gemacht. Die Präparate stammen aus dem Fundus der Kreisjägerschaft Flensburg und stehen unter der Obhut der Jugendobmanns Hans Bernhold. Zusammen mit Jäger Volkmar Gronau aus dem Hegering VI gingen die Akteure unter beengten Verhältnissen daran, das große Schaufenster zu gestalten. Kreisjägermeister Sievertsen hatte feinen Rinden-Mulch als Unterlage besorgt, so dass die Tiere ihren Platz auf fast natürlichem Grund fanden. Noch während die Arbeiten im Gang waren blieben Passanten als Beobachter stehen und versuchten zu erraten, welche Tiere im Schaufenster zu sehen waren. Für die Stadtmenschen keine leichte Aufgabe. Die Antwort wurde jedoch geliefert, in dem jedes Präparat mit einer Nummer gekennzeichnet und am Schaufenster die entsprechende Liste aufgehängt wurde. Jetzt konnten einmal Tiere, die sonst sehr heimlich waren oder nachtaktiv sind aus nächster Nähe in natürlicher Größe betrachtet werden. Ein paar Wochen können sie noch am Südermarkt bestaunt werden, dann ziehen sie in die Große Straße weiter.

Volkmar Gronau