Wenn die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle

Wildunfälle Rehe SH“Wenn die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle”, warnt der Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, Wolfgang Heins, die Autofahrer. Aktuell ist die Paarungszeit der Rehe im vollen Gang. Dann nehmen die Rehdamen selbst das Heft in die Hand. Durch Duftstoffe signalisieren sie den Rehböcken, dass sie zur Paarung bereit sind. “Daraufhin beginnen die Böcke ein ungestümes Liebeswerben”, berichtete Heins in einer Pressemitteilung. Weil die Rehfrauen oder Ricken, wie sie der Jäger nennt, gehörig umworben sein wollen, entziehen sie sich zunächst den Nachstellungen ihrer Liebhaber. Doch unermüdlich folgt der Bock der fliehenden Ricke. Vor Liebe buchstäblich blind, führt die wilde Jagd des Rehpaares oft auch am helllichten Tag über vielbefahrene Straßen. “Vor allem in Waldgebieten und im ländlichen Bereich sollten die Kraftfahrer bis Mitte August auch tagsüber besondere Vorsicht walten lassen”, lautet Heins Appell, in der Gluthitze der “Hundstage” erreichen die Flitterwochen der Rehe zumeist ihren Höhepunkt.

“über 10.000 Rehe fallen in Schleswig-Holstein jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer”, erklärt LJV-Präsident Heins. Bei diesen Wildunfällen würden die Rehe mitunter nicht auf der Stelle getötet; oft könnten sie sich mit schweren Verletzungen noch ein Stück davon schleppen. Dann müsse der Jäger das verletzte Wild mit speziell ausgebildeten und geprüften Jagdhunden nachsuchen, um es von seinen Qualen zu erlösen.

“Tierschutz geht jeden von uns an”, unterstreicht der LJV-Präsident. Auch die Verkehrsteilnehmer könnten durch rücksichtsvolles und vorausschauendes Fahren wesentlich dazu beitragen, den Wildtieren unnötige Schmerzen zu ersparen.

Anschuss-Seminar mit Chris Balke

Einladung zum Anschuss-Seminar der KJS Eckernförde e. V.

mit dem aus Funk und Fernsehen bekannten

beruflichen Nachsuchenführer Chris Balke

am Samstag, 13.August 2016 in Osterby

Liebe Jäger_innen im Landesjagdverband e. V.,

hiermit möchten wir Sie und Euch im Namen des Vorstandes der KJS Eckernförde e. V. herzlich zum Anschuss-Seminar mit Christ Balke von der Schweißhundstation Kreis Herzogtum Lauenburg einladen.

Das Anschuss-Seminar beginnt am Samstag, den 13. August 2016, um 09:30 Uhr, im Schinkenkrog, Dorfstraße 24 in 24367 Osterby, mit dem theoretischen Teil.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen bestehend aus Schnitzel mit Salat und Bratkartoffeln, in der Mittagspause von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr, geht es dann hinaus in das Revier von Sören Claußen in Damendorf, wo die „Tatortarbeit“ stattfinden wird.

Das Anschusss-Seminar endet mit der „Arbeit nach dem Schuss“ auf Überläuferkeiler (bereits zur Strecke gekommen) gegen 16:00 Uhr.

Als Referenten für das Anschuss-Seminar konnten wir wieder den Berufsjäger und einzigen berufsmäßigen Nachsuchenführer Herrn Chris Balke von der Schweißhundstation Kreis Herzogtum Lauenburg gewinnen.

Es können leider nur maximal 35 Teilnehmer_innen an diesem besonderen Seminar teilnehmen. Seminar-Plätze sind zurzeit noch frei.

Verbindliche Anmeldungen sind bei Jan Eiben unter Telefon: Festnetz: 04354 – 9969758 – Mobil: 0160 – 96846033 oder E-Mail:  tarzaneiben@web.de ab sofort möglich.

Gäste aus anderen Kreisjägerschaften im Landesjagdverband Schleswig-Holstein sind zu diesem Anschuss-Seminar ebenfalls herzlich willkommen.

Mit dem Eingang der Seminargebühr in Höhe von 70,– € pro Teilnehmer_in INCLUSIVE MITTAGESSEN! auf dem Konto:

                        Empfänger: Uwe Jacobi

                        Bank: Sparda-Bank Hamburg eG

                        IBAN: DE80206905000000657735

                        BIC: GENODEF1S11

                        Verwendungszweck: Anschuss-Seminar / Name des Teilnehmers

gilt die Anmeldung als bestätigt. Die Seminargebühr ist Reuegeld.

Anmeldeschluss für das Seminar ist Sonntag, der 07. Aug. 2016.

Es grüßt Sie und Euch aus der KJS Eckernförde mit Horrido und Waidmannsheil

– Uwe Jacobi –         – Doris Jacobi                     – Jan Eiben

Treffen norddeutscher Landesjagdverbände

16 07 PräsidienAm 07.07.2016 trafen sich die Präsidien der Landesjagdverbände aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu einer gemeinsamen Präsidiumssitzung. Kernziel war neben dem persönlichen Kennenlernen des neu gewählten Präsidiums des LJV Schleswig-Holstein auch das identifizieren möglicher gemeinsamer Schnittmengen bei jagdpolitisch relevanten Themen.

Bei einer Schifffahrt mit dem so genannten Tidenkieker auf der Elbe, war auch schnell der erste gemeinsame Anknüpfungspunkt gefunden: Die Elbe und die sie betreffenden natur- und umweltgesetzlichen Fragestellungen verbindet alle drei Bundesländer und folglich auch deren LJV: Ein Beispiel hierfür ist die Klage gegen die Elbvertiefung, die die Hamburger, Schleswig-Holsteiner und Niedersachsen bereits vor längerer Zeit gemeinsam angestrengt haben. Im gemeinsamen Gespräch wurde klar, dass die drei LJV sowohl aufgrund vergleichbarer naturräumlicher Gegebenheiten als auch der jagdpolitischen Konstellationen darüber hinaus, ähnliche Dinge ganz oben auf ihrer Agenda stehen haben: Verbunden mit Schlagworten wie dem Schwund der Artenvielfalt der freilebenden Tierwelt, der Bedeutung lebensraumverbessernder Maßnahmen sowie der Wasservogelbejagung waren weitere gemeinsame und länderübergreifende Themenstellungen schnell identifiziert. Der Austausch hierüber sowie über die Möglichkeiten zukünftig noch stärker Synergieeffekte nutzen zu können wurde von allen Präsidien ausdrücklich begrüßt und soll im Rahmen weiterer Treffen konkretisiert werden.   

Landesparcourschießen erfolgreich auf dem Schießstand in Heide durchgeführt

11a Gruppenfoto - SiegerehrungAm 27. und 28. Mai 2016 fand auf dem Schießstand Heide das Landesparcoursschießen der Mannschaften statt. Gemeldet werden konnten Mannschaften mit mindestens vier und maximal sechs Jägerinnen oder Jäger. Die besten vier Schützen einer jeden Mannschaft wurden gewertet. Der Schwierigkeitsgrad darf sicher als sehr anspruchsvoll bewertet werden. Das Parcourschießen gilt auch als Königsdisziplin der Flintenschützen, denn diese Art des Schießens ist dem jagdlichen Schießen am ähnlichsten. Geschossen wurde bei hervorragenden Bedingungen auf 60 Parcoursscheiben verteilt auf 3 Stände. Der Landesobmann für das jagdliche Schießen, Frank Schmidt, und sein Stellvertreter Andreas Teiz bedankten sich bei der Kreisjägerschaft Dithmarschen Nord e.V. und hier insbesondere beim Vorsitzenden Axel Claußen der auch in der Funktion als Vizepräsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. Grußworte überbrachte und dem Schießstandbetreiber Olav Schreiner, der den Schießstand wieder einmal in hervorragender Weise präsentierte. Es haben 19 Mannschaften mit insgesamt über 109 Jägerinnen und Jäger teilgenommen. Zum Abschluss der zweitätigen Veranstaltung führten Frank Schmidt und Axel Claußen die Siegerehrung durch. Mannschaftssieger wurde TIRO mit den Schützen Thomas Pahl, Patrick Quast, Norbert Radtki, Hans Wörmcke, Kurt Fester und Detlef Overmann mit insgesamt 198 Tauben vor der Mannschaft der Kreisjägerschaft Dithmarschen Nord mit den Schützen Olav Schreiner, Carsten Schmielau, Wulf von Buch, Wilhelm Paulsen, Torben Geiger und Jens Dreessen mit insgesamt 196 Tauben und der Mannschaft der Kreisjägerschaft Schleswig mit den Schützen Jürgen Ehlers, Jürgen Stäcker, Heiner Paulsen, Manfred Clausen, Marc Windeggis und Marc Bothmann mit insgesamt 186 Tauben. Bester Einzelschütze wurde Thomas Pahl mit 54 Tauben. Bester Einzelschütze bei den Junioren war Johannes Lassen mit 48 Tauben. Die beste Einzelschützin wurde Steffi Buck mit 45 Tauben.    

Stefan Vergo

Jagdlicher Spaziergang in Gudow

Die Jäger des Hegerings V laden alle Interessierten auch in diesem Jahr wieder zu einem „Jagdlichen Spaziergang“ ein. Der Weg führt uns dieses Mal durch Wald und Feld bei Gudow. Der Weg ist so gewählt, dass er von Jung und Alt gut zu schaffen ist. Festes Schuhwerk und gegebenenfalls wetterfeste Kleidung sind aber angebracht. Entlang der Strecke … Weiterlesen

Dinner in Green

Das „Dinner in Green“ soll ein Treffen für naturinteressierte Menschen sein, die sich spontan an einem schönen Ort in Schleswig-Holstein verabreden und dort in der Natur ihre mitgebrachten Leckereien und Getränke verzehren. Es geht aber auch um Informationen über die Natur, Kenntnis unserer Tierwelt und Pflanzenwelt und das Verständnis um die Zusammenhänge in der Natur. Alle Gäste erscheinen wenn möglich bei einem Dinner in Green in green (Tracht, Outdoor, Jagd oder nur in grün).

Das erste Dinner startet am 16.07.2016 ab 18:00. Weitere Infos unter www.dinner-in-green.de

Hegeringschießen Hegering X

Das traditionelle Hegeringschießen fand dieses Jahr am Mittwoch, dem 8. Juni, wie immer auf dem Schießstand in Mölln statt. Bei bestem Sommerwetter trafen sich fast zehn Schützen um auf den Schrot- und Kugelschuss zu trainieren.  Kurz vor Ende der zur Verfügung stehenden Schießzeit wurde traditionell  der Wanderpokal in Form  einer Ehrenscheibe (Holz mit Bildmotiv) auf … Weiterlesen

Aktueller Stand zur Jungwildrettung mit Drohneneinsatz

DrohneDer Termin zur praktischen Vorführung einer Drohne im Hegelehrrevier Grönwohld am 15.04.2016 hatte eine sehr gute Resonanz. Den Teilnehmern wurde eine zur Rehkitzrettung konzipierte Drohne mit hochwertiger Wärmebildkamera vorgestellt. Bei der Präsentation konnten Fasanen und Hasen in einer Stilllegungsfläche sicher geortet werden. Es war möglich wichtige Eckdaten als Anforderung an ein solches Fluggerät festzulegen. Die wichtigsten Anforderungen sind: 

  •  automatisches Abfliegen der Flächen und Markierung eventueller Kitze über GPS Punkte um Zeit zu sparen,
  •           genügend Akkus bzw. Ladekapazitäten um mindestens 5 Stunden durchgehend fliegen zu können
  •           hohe Windstabilität
  •           hochwertige Kameratechnik um Jungwild wirklich sicher auch bei hohem Bewuchs finden zu können

Testflüge um in der Praxis Kitze in verschiedenen Regionen zu finden konnten auf Grund verschiedener technischer und organisatorischer Probleme bei den von uns angeschriebenen Anbietern noch nicht stattfinden. Eine endgültige Empfehlung kann man erst nach praktischen Tests mit mehrfach erfolgter Kitzrettung geben. Ich persönlich halte diese Technik zur Jungwildrettung langfristig für praxistauglich, insbesondere wenn Lohnunternehmer, welche die Flächen auch mähen, die Jungwildrettung als zusätzliche Dienstleistung anbieten. Die Entwicklung und Erprobung einer voll praxistauglichen Drohne wird leider noch dauern. Für mich persönlich ist die Jungwildrettung ein sehr wichtiges Thema und ich werde versuchen möglichst schnell belastbare Ergebnisse präsentieren zu können.

CvD

Jubiläumswettbewerb – 60 Jahre Jagdhornblasen in Schleswig-Holstein

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Der Jubiläumswettbewerb der Jagdhornbläser am 29. Mai erfreute sich großer Resonanz. Er fand dieses Mal in Wilster statt.  Über 650 Bläser aus 38 Gruppen waren angemeldet. Sie kamen aus ganz Schleswig-Holstein, aber auch aus Hamburg, Niedersachsen, Dänemark und Bayern, die extra zu diesem Ereignis in den weitentfernten hohen Norden angereist waren. Die Kreisjägerschaft Steinburg mit ihrer Bläserobfrau Bianka Randschau hatte sich sehr viel Mühe gemacht, Wilster zu einem attraktiven Veranstaltungsort auszugestalten. Dazu wurden u.a. mehrere Stände aufgestellt, an denen man heimische Kleinkunst bewundern oder auch die heimische Tierwelt in Augenschein nehmen konnte. Jagdliche Kleidung – vor allem regenfeste – waren an diesem Wochenende gefragt, an dem der Wettergott es mit den Bläsern nicht gut meinte. Beim VIP- Empfang, zu dem der LJV geladen hatte, ging der Schirmherr MdL Heiner Rickers natürlich auf die Wettersituation ein und meinte, auch wenn er gerade seiner aktuellen Verantwortung nicht gerecht werden könne, so halte er gerne den Schirm über den Wettbewerb, da die Bläser durch ihre Musik das jagdliche Brauchtum der breiten Öffentlichkeit näherbringen. Die Teilnahme vieler Jugendlicher zeige, dass sich die Begeisterung für das Jagdhorn nicht nur auf ältere Jäger sondern auf alle Altersschichten erstrecke. Dem konnten sich die vielen Ehrengäste u.a. auch der Vertreter des DJV Steffen Liebig (Präsident des LJV Thüringen) anschließen.

Begonnen hatten die Wettbewerbe 1956 in Bad Segeberg mit einem Pflichtwettbewerb, bei dem Signale geblasen werden. Um die Vielfalt der Jagdmusik zu zeigen, wurde im darauffolgenden Jahr ein Kürwettbewerb ausgeschrieben, bei dem jede Gruppe ihre beiden besten Stücke präsentierte. Seither wechselten Pflicht und Kürwettbewerbe ab, die jedes Jahr an einem anderen Ort stattfanden. Im Jahre 2014 entschloss man sich, den Pflicht und Kürwettbewerb alle zwei Jahre in einer einzigen Veranstaltung zu  kombinieren. Das galt auch im Besonderen für den Jubiläumswettbewerb.

Bei diesem Jubiläumswettbewerb waren elf verschiedene Kategorien ausgeschrieben. Das erforderte zwei Wettbewerbsorte, an denen parallel geblasen wurde. Die Bläser maßen sich in einerseits Gruppen, in denen Pflichtsignale und auch jagdliche Stücke dargeboten wurden, andererseits stellten sie sich auch in Einzel- und Duovorträgen den Mitstreitern. In Schleswig-Holstein blasen auf einem Wettbewerb die in „B“ gestimmten Jagdhörner und die in „ES“- gestimmten Parforcehörner auf einer gemeinsamen Veranstaltung und nicht auf getrennten Wettbewerben, wie es in vielen anderen Bundesländern üblich ist. Damit fördert man das Zusammengehörigkeitsgefühl unter allen Bläsern. Zum Jubiläum hatten sich die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn und ihr Team etwas Besonderes einfallen lassen – die sogenannte „Jubiläumsklasse“. Die Idee zu dieser Klasse bekam die Landesbläserobfrau in Polen auf dem Tuchola Festival. Dort lernte sie das Tuchola Heidehorn kennen – ein eckiges Holzhorn, das eigens für das Festival geschaffen wurde. Sie stellte es in der Jubiläumsklasse in einem Solo eindrucksvoll vor. In dieser Klasse konnte man fast alles vortragen, was mit Jagdmusik zu tun hat. Es wurde vielfältiges Musizieren unter dem Thema Jagd zu Gehör gebracht. Alle Instrumente waren erlaubt, sogar zum Singen waren die Bläser aufgefordert. Die elf gemeldeten Gruppen schöpften diese Bandbreite auch aus. Die Zuhörer erfreuten sich an Alphörnern im Zusammenspiel mit anderen Jagdhörnern an Es-Hörner mit Gesangseinlage oder auch an reinen Parforcehornduos. Dieser Ohrenschmaus sollte ursprünglich in der nahegelegenen Bartholomäuskirche aufgeführt werden, doch leider kollidierte dieses mit kirchlichen Veranstaltungen, sodass man in den großen Saal des „Colosseums“, vor dem die anderen Gruppen auch aufgetreten waren, umzog. Ein so großer Saal direkt am Wettbewerbsort erwies sich als Glücksfall, denn man konnte wegen des kalten und regnerischen Wetters mit den Bläsern und Zuhörern ohne Probleme ins Trockene rücken. Die Zuhörer lauschten bei Kaffee und Kuchen entspannt der stärksten Klasse – den gemischten Hörnern „G“ – und der Jubiläumsklasse, die mit gutem Ansatz ihr volles Können zeigten.

Dann erfolgte die langerwartete Siegerehrung, bei der die vielen Pokale und liebevoll von Gunda Mohr und Martin Pankratz hergestellten kleinen Geschenke verteilt wurden. Zuvor dankte die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn den Wertungsrichtern für ihre anstrengende Arbeit mit einem kleinen Präsent aus der Region. Sie waren aus der ganzen Bundesrepublik angereist, dabei hatte der Richter aus Baden-Württemberg den weitesten Weg. Besonderer Dank galt natürlich den Helfern der Kreisjägerschaft, die vor Ort im Hintergrund tätig waren, wie ihre Kreisbläserobfrau Bianka Randschau noch einmal betonte.

Hier nun die Sieger und Platzierten aus Schleswig-Holstein (Punkte in Klammern): Gruppe Jugend: 1. Steinburger Jagdhörnchen – KJS Steinb. (709), 2. Die wilden Hörner KJS Eck (655) – Solo Jugend: 1. Leo Zeitler KJS Pi (380) mit Nicole Schäfer KJS Se (380), 3. Daniel Schäfer KJS Se (371) – Klasse „C“: 1. Bläsercorps Hohenwestedt „Greenhorns“ KJS RD-West(642), 2. Jagdhornbläser Altenhofer Dachse KJS Eck (632) – Klasse „A“: 1. Bläsercorps Dänischer Wohld KJS Eck (920), 2. Jagdhornbläser Hegering Malente KJS Eut (904), 3. Bläsergruppe Lauenburg Süd KJS Hzgt. Lau (871) – Klasse „G“: 1. Bläsergruppe Aukrug KJS RD-West (958), 2. Bläsergruppe Hohner Harde KJS RD-Ost (956), 3. Bläsergruppe Holm Überläufer KJS Pi (955) – Solo A: 1. Robin Kleinwort KJS Pi (364), 2. Detlef Kleinwort KJS Pi (360), 3. Carolin Osterkamp KJS Eut (357) – DUO A: 1. Fröhlich und Kleinwort-Duo KJS Pi (381), 2. Zeitler- Duo –Holm KJS Pi (380), 3. Kleinwort und Templin-Duo Holm KJS Pi (378) – Gruppe „ES“: 1. Angeliter Parforce KJS Fl (808), 2. Eckernförder Parforcehornbläserkreis KJS Eck (763), 3. Parforcehornbläser Wilstermarsch KJS Steinbg. (761) – DUO ES: 1. Pas de deux Mahnke-Nissen/ Martensen Angeliter Parforce (345), 2. Die M und M’s Pankratz/Juraske Angeliter Parforce (336) – Jubiläumsklasse: 1. Erinnerung an Tuchola – Solo M.-R. Wargenau-Hahn mit Marc Juraske im Duo Angeliter Parforce (373), 2. Jagd, Gesang und Hörnerklang -Vereinigung Bläsercorps Streichmühle und Angeliter Parforce (369), 3. Jagdhornbläsergruppe Tornesch KJS Pi (348). Die kombinerte Bläsergruppe aus Feuchtwangen – Bayern und dem Schleswig-Holsteinischen Bläsercorps Steinburg erreichte 376 Punkte Sie wurden von der Gästegruppe aus Niedersachsen „Heide Trio“ mit 377 geschlagen.

Jörn Neupert

Jungjäger 2016: Wieder ein erfolgreicher Jungjägerkurs!

Mölln (ik) – Die wohl härtesten Lernwochen liegen nun endlich hinter ihnen. 22 Teilnehmer des Jungjägerkurses 2016 der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg erhielten nach bestandener Prüfung am 27. Mai ihre Jägerbriefe und wurden somit als Jungjäger in das „Jägerleben“ und die Natur entlassen. Die Übergabe der Jägerbriefe auf dem Schießstand Waldhof durch Kreisjägermeister Horst Meister und … Weiterlesen

Erster Heuler im Aufzuchtbereich

seehund mbDie Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat im Mai begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 11. Mai wurde ein junger Seehund am Olanddamm gefunden und  der zuständige Seehundjäger Martin Sell gerufen. Bei dem Tier handelte es sich um eine wenige Tage alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den geschulten und erfahrenen Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Er brachte bei der Einlieferung 9,2 kg auf die Waage, war geschwächt aber ansonsten gesund  und wurde zunächst im Quarantänebereich versorgt. Inzwischen hat der auf den Namen „Piefke“ getaufte Heuler einen großen Teil des Embryonalfells verloren und ist sehr aktiv und munter. Am Wochenende konnte er daher in den Aufzuchtbereich umziehen, in dem sich außer ihm Kegelrobbenjungtiere aus dem Frühjahr und ältere Seehunde, die verletzt eingeliefert wurden, befinden. Er wird dort nicht lange allein bleiben, denn am Wochenende wurden mit „Heintje“ und „Smutje“ bereits weitere Heuler eingeliefert, die sich in der Quarantäne befinden.

Die Robben sind für die Besucher der Seehundstation aus dem Informationszentrum Seehund, vom Aussichtsturm und über eine Kamera zu sehen. Bitte beachten Sie die verschiedenen Fütterungszeiten der Tiere auf der Homepage. Mitarbeiter informieren die Gäste während der Fütterungen über die beiden heimischen Robbenarten, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden und Kegelrobben im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten.

Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:
1.       Seehunde nicht anfassen.
2.       Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
3.       Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

Ihr Ansprechpartner:
An der Seeschleuse 4
25718 Friedrichskoog
Tel.:      04854/1372
Fax:      04854/9231
info@seehundstation-friedrichskoog.de
www.seehundstation.de

60 Jahre Bläserwettbewerbe in Schleswig-Holstein

Horntrichter klDie Landesbläserschaft des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein veranstaltet aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Landeswettbewerbe einen Jubiläumswettbewerb, zu dem sich 38 Gruppen mit über 650 Bläsern angemeldet haben. Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 29. Mai 2016 ab 8.30 Uhr in Wilster am „Colosseum“ im Kreis Steinburg statt. Highlight wird u.a. das um 14.15 Uhr geplante Sonderkonzert Jubiläumsklasse und das Abschlusskonzert mit Siegerehrung um 15.30 Uhr sein.

Flintbek: Am 29. Mai 2016 findet in Wilster im Kreis Steinburg der diesjährige Landesbläserwettbewerb im Jagdhornblasen statt. Die Bläser blicken auf 60 Jahre Wettbewerbe im Jagdhornblasen in Schleswig-Holstein zurück. Für Wilster haben sich 38 Gruppen mit über 650 Bläsern aus Schleswig-Holstein aber auch aus Hamburg, Niedersachsen und Dänemark angesagt. Angefangen hat es in Bad Segeberg im Jahre 1956. Damals blies man in vier Kategorien von den Anfängern bis zu den Fortgeschrittenen. Inzwischen messen sich die Bläser in 10 verschiedenen Kategorien. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt der Hörner und ihren Naturtönen. In den verschiedenen Klassen zeigen die Bläser ihr Können mit unterschiedlichen Hörnern. Da spielt das kleine Plesshorn gemeinsam im Corps oder auch jagdpraxisnah im Solo und Duo. In den gemischten Gruppen mit Plesshörnern und den großen Parforcehörnern werden Sie bekannte Volksweisen, Signale für die verschiedenen Wildarten und auch konzertante Stücke zu Gehör bekommen.

Zum 60-jährigen Jubiläum hat sich der Landesbläservorstand etwas Besonderes einfallen lassen. Es wird zusätzlich eine „Jubiläumsklasse“ eingerichtet. In dieser Kategorie wird vielfältiges Musizieren unter dem Thema Jagd zu Gehör gebracht. Alle Instrumente sind erlaubt, sogar zum Singen sind die Bläser aufgefordert! Neben jagdlicher Brauchtumsmusik werden Konzertstücke aus verschiedenen Regionen, festliche Rahmenmusiken, sowie Messestücke und vieles mehr zum Vortrag kommen. Dieses kleine Konzert wird im Großen Saal des „Colosseums“ um 14.15 Uhr zu hören sein, wenn alle anderen Beiträge von den Richtern, die bereits seit 8.30 Uhr im Einsatz sind, bewertet wurden. Das abschließende gemeinsame Blasen aller 650 Teilnehmer mit der Siegerehrung findet wieder draußen vor dem Colosseum ab 15.30 Uhr statt.


Jörn Neupert
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit in der Landesbläserschaft
Mobil: 0174/8649342 Tel.: 04331/62309 E-Mail janc.neupert@t-online.de

Verunsicherung hält an

Halbautomatische Jagdwaffen (Quelle: DJV)Eine Expertenrunde für Waffenrecht hat sich kürzlich zu einer Dringlichkeitssitzung getroffen. Eine Entscheidung darüber, wie nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts mit halbautomatischen Jagdwaffen umzugehen ist, gab es allerdings nicht.

Ende April trafen sich die für Waffenrecht zuständigen Experten aus der Bundes- und Landespolitik zu einer Dringlichkeitssitzung: Beendet werden sollte die Hängepartie um den Einsatz halbautomatischer Langwaffen mit Wechselmagazin für die Jagd, den das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) verursacht hat. Bedauerlicherweise sind bis heute keine greifbaren Ergebnisse veröffentlicht worden, legalen Waffenbesitzern droht weiter die Kriminalisierung. Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Bundesinnungsverband für das Büchsenmacher-Handwerk, Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Deutscher Schützenbund (DSB), Forum Waffenrecht (FWR), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) halten diesen Zustand für untragbar.

Verbände fordern praktikable Zwischenlösung

„Bundesminister Christian Schmidt muss offiziell klarstellen, wie die juristische Unsicherheit rund um halbautomatische Jagdgewehre mit der geplanten Bundesjagdgesetz-Novelle konkret ausgeräumt wird. 2-Schuss-Wechselmagazine müssen für die Jagd erlaubt bleiben“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Nur so lasse sich verhindern, dass Behörden willkürlich Entscheidungen treffen, die sich auch noch innerhalb Deutschlands widersprächen. Da eine Verabschiedung der geplanten Novelle des Bundesjagdgesetzes frühestens Ende 2016 zu erwarten ist, fordern die Verbände eine praktikable Zwischenlösung. Wegen der Verunsicherung, die das BVerwG-Urteil hervorgerufen hat, sollten Jäger, die eine betroffene Langwaffe besitzen, diese derzeit nicht auf der Jagd führen oder auf dem Schießstand verwenden, von Dritten erwerben sowie Dritten überlassen.

Die Verbände-Allianz betont, dass Länderbehörden auch nach der Einzelfallentscheidung des BVerwG nicht verpflichtet sind, die waffenrechtliche Erlaubnis für halbautomatische Jagdgewehre mit Wechselmagazin zu entziehen. Sie beruft sich dabei auf Paragraf 45, Absatz 3, des Waffengesetzes. „Sollten Behörden tatsächlich den Besitz legal erworbener Waffen widerrufen, werden wir uns juristisch wehren. Wir dulden keine weiteren Einschnitte und werden uns dann an den Kosten für Musterklagen beteiligen“, so Dammann-Tamke. Falls Behörden Jäger zur Anhörung für den Widerruf der Erlaubnis auffordern, sollten die Verbände umgehend benachrichtigt werden.

Potenzial für verbesserten Tierschutz

Vereinzelt lehnen Behörden derzeit die Eintragung von Revolvern oder Pistolen mit Bezug auf das BVerwG-Urteil ab. Dies sei völlig haltlos, so die Verbände-Allianz. Bereits Mitte April stellte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in einer Pressemeldung klar: „Nach meiner Auffassung bezieht sich das Urteil nicht auf Revolver und Pistolen, deren Bedürfnis für begrenzte jagdliche Zwecke im Bundesjagdgesetz explizit beschrieben ist.“

Halbautomatische Jagdwaffen sind eine Fortentwicklung der gängigen Repetierbüchse, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Weiterentwicklungen in der Waffentechnik sowie in der Zieloptik bieten immer Potenzial für einen verbesserten Tierschutz. Dies dürfe nicht durch fragwürdige juristische Entscheidungen und Behördenwillkür abgewürgt werden, fordern die Verbände. Es sei zudem nicht nachvollziehbar, dass eine Waffe, die legal für die Jagd erworben wurde, plötzlich illegal sein solle.